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16. Juni 2016

17. Karrieretag Familienunternehmen: Internationale Ausrichtung erwünscht

Mitte Juni fand am Esslinger Stammsitz des Automatisierungsspezialisten Festo der 17. Karrieretag Familienunternehmen statt. 50 große Familienunternehmen stellten dort Fach- und Fachkräften ihre internationalen Karrieremöglichkeiten vor. Über 2.800 High-Potentials hatten sich beworben, aber nur rund 650 Hochschulabsolventen und Berufserfahrene aller Fachrichtungen wurden vorab ausgewählt und akkreditiert. Familienunternehmen sind inzwischen als Arbeitgeber mehr und mehr gefragt. Das zeigte nicht nur der große Andrang der Bewerber beim Karrieretag, sondern belegt auch eine von der Stiftung Familienunternehmen in Auftrag gegebene aktuelle Studie. Dabei legen Fach- und Führungskräfte besonderen Wert auf die internationale Ausrichtung. 75 Prozent der Befragten gaben bei der Umfrage der TU München an, dass ihnen dieser Punkt wichtig oder sogar sehr wichtig sei. Auch wenn es darum geht, ins Ausland zu gehen, zeigen sich High-Potentials weltoffen. Fast zwei Drittel der Befragten sind sogar bereit, vorübergehend für den Job in ein außereuropäisches Land zu ziehen. „Gerade die großen Familienunternehmen bieten die sonst selten anzutreffende Chance, durch eine internationale Aufgabe mehr Freiheit mit mehr Verantwortung zu verbinden“, sagte Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen, bei der Vorstellung der Studie im Rahmen des Karrieretags. Stefan Klemm vom Entrepreneurs Club ergänzte: „Ein Auslandsaufenthalt ist zudem ein echtes Karrieresprungbrett und qualifiziert für eine Führungsposition. Wir stellen bei den Führungskräften einen starken Trend zu internationalen Karrieren fest, weshalb viele Bewerber gezielt eine Herausforderung im Ausland sowie international aufgestellte Arbeitgeber suchen.“

Familienunternehmen haftet weiterhin Klischee an

Gastgeber Festo war selbst eines der 50 Familienunternehmen, die am Karrieretag um den begehrte Mitarbeiter warb. Alfred Goll, Vorstand Human Resources bei Festo, sagte: „Wir haben uns früh und konsequent international ausgerichtet und bieten unseren Mitarbeitern daher spannende Aufgaben rund um den Globus.“ Dennoch werden Familienunternehmen in puncto Internationalität von vielen High-Potentials unterschätzt, wie die Befragung der TU München ebenfalls zeigt. Im direkten Vergleich von großen Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen werden die Familienunternehmen als Arbeitgeber bei zehn von 14 Faktoren zwar besser bewertet, bei „Internationalität“ und „Standort“ jedoch schwächer. „Das Klischee des auf die Heimatregion beschränkten Familienunternehmens ist noch nicht verschwunden“, bedauerte Heidbreder. „Dabei haben gerade große Familienunternehmen ein fest verankertes Standbein in Deutschland und ein sehr agiles Spielbein in der Welt.“

Hier kann die Sonderauswertung „Internationalität“ sowie die komplette Studie „Familienunternehmen als Arbeitgeber“ kostenlos heruntergeladen werden.

www.karrieretag-familienunternehmen.de