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20. September 2016

Erfinder des Brita-Wasserfilters Heinz Hankammer gestorben

Der Erfinder des Brita-Wasserfilters und Unternehmensgründer Heinz Hankammer ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 84 Jahren, wie das Unternehmen im hessischen Taunusstein mitteilte. Hankammer hatte Brita 1966 gegründet.

Die erste Serie von Wasserfiltern – zum Auffüllen von Autobatterien in Tankstellen und Autowerkstätten – montierte Hankammer noch eigenhändig im heimischen Garten. Dann folgte der Tisch-Wasserfilter, mit dem das Unternehmen bekannt werden sollte. In den Filtern läuft Trinkwasser durch eine Mischung aus Aktivkohle und Ionenaustauschern und wird so von Chlor, Kalk und anderen unliebsamen Rückständen gereinigt. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Taunusstein bei Wiesbaden ist nach eigenen Angaben mittlerweile mit 23 Tochtergesellschaften sowie Beteiligungen, Vertriebs- und Industriepartnern in mehr als 60 Ländern präsent. Produziert wird in Deutschland, Großbritannien, der Schweiz, Italien und China. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Brita mit 1.480 Mitarbeitern einen Umsatz von 429 Millionen Euro. Neben dem Tisch-Wasserfilter bietet das Unternehmen auch Produkte zur Trinkwasser-Verbesserung unter anderem für Hotellerie und Gastronomie sowie Wasserspender für Büros oder Schulen an. 1999 zog sich Hankammer in den Aufsichtsrat zurück und übertrug seinem Sohn Markus die alleinige Geschäftsführung. Zuletzt war der Firmengründer Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats. Hankammer war nicht nur Erfinder und Unternehmer, sondern auch begeisterter Fußballfan. Als Präsident des SV Wehen Wiesbaden führte er den Verein im Jahr 2007 in die 2. Bundesliga. In seine Amtszeit fiel auch der Bau eines eigenen Stadions, der Brita Arena, in Wiesbaden. (dpa)