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30. November 2016

Integration von Flüchtlingen: Gabriel lobt Mittelstand

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat rund 300 Firmen gedankt, die bislang 2.500 Flüchtlingen eine Chance auf einen Beruf gegeben haben. Gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zog Gabriel am Donnerstag in Berlin eine positive Zwischenbilanz des Netzwerks „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“. Der SPD-Chef sagte, der Einsatz kleiner und mittelgroßer Betriebe sei beeindruckend. Es bleibe aber viel zu tun: „Manche der zu uns kommenden Flüchtlinge denken nach wie vor, es gäbe nur zwei Alternativen – sofort zu arbeiten oder zu studieren.“ Umso wichtiger sei es, dass der Weg zu einer qualifizierten und gut bezahlten Beschäftigung oft auch über eine Ausbildung führe.

DIHK-Präsident Eric Schweitzer berichtete, dass sich dem Netzwerk inzwischen 1.000 Unternehmen angeschlossen hätten. Wichtig sei nun, dass Politik und Verwaltung die „3+2“-Zusage aus dem Integrationsgesetz unbürokratisch umsetzten. Flüchtlinge, die eine Ausbildung beginnen, sollen demnach eine Garantie dafür haben, die meist dreijährige Lehre zu beenden und danach zwei Jahre arbeiten zu können – unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. (dpa)