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8. Januar 2017

Familienunternehmer-Verband kritisiert Pläne zum öffentlichen Transparenzregister

Das Bundesfinanzministerium plant im Zuge der 4. EU-Geldwäscherichtlinie ein Transparenzregister einzuführen, in dem private Daten von Unternehmern gesammelt und öffentlich zugänglich gemacht werden sollen. Der Verband „Die Familienunternehmer“ mahnt in diesem Zusammenhang Augenmaß für Kosten und Nutzen an: „Wir Familienunternehmer sind alarmiert und wehren uns dagegen, dass Unternehmen unter Generalverdacht gestellt und zu leichten Opfern für Datenmissbrauch, Entführung und Erpressung werden“, kritisiert Verbandschef Lutz Goebel das Vorhaben. „Seit Jahren wird die Forderung nach mehr ‚Transparenz‘ als Allheilmittel propagiert. Die Familienunternehmer erleiden den Kollateralschaden. Sie müssen sich durch Veröffentlichung ihrer privaten Daten um Leib und Leben sorgen.“ Bei den Plänen zum Transparenzregister werde weder der grundrechtliche Schutz auf informationelle Selbstbestimmung gewahrt noch jegliche Verhältnismäßigkeit im Hinblick auf das Ziel der Geldwäschebekämpfung. Der Schutz vor Geldwäsche sei ein wichtiges Ziel, die Mittel dürften aber keinen Schaden anrichten. Das Gleiche muss laut Goebel auch für das öffentliche Country-by-Country Reporting gelten, das „die Wettbewerbsfähigkeit der Hidden Champions stark beeinträchtigen würde“.