Aktuelles
4. Januar 2017

Umfrage: Mittelstand gegen Neuauflage der großen Koalition

Der Mittelstand wünscht sich nach einer Umfrage mehrheitlich keine Neuauflage der schwarz-roten Bundesregierung. Eine Fortsetzung der großen Koalition wollten lediglich zwölf Prozent der befragten Unternehmer, wie der Bundesverband mittelständische Wirtschaft am Donnerstag mitteilte. 46 Prozent bevorzugten für die Legislaturperiode nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 eine Koalition aus CDU, CSU und FDP. 13 Prozent wäre ein Bündnis aus Union, Grünen und FDP am liebsten. „Offenbar haben die Mittelständler kein Vertrauen mehr in die Reform- und Innovationskraft der Bundesregierung“, sagte Verbandspräsident Mario Ohoven in Berlin. Als vorrangige Aufgaben, die die neue Regierung anpacken sollte, wurden Bürokratieabbau (80 Prozent), Steuer- und Abgabensenkung (57 Prozent) und die Verbesserung der Infrastruktur (48 Prozent) genannt. Trotz sprudelnder Steuereinnahmen schiebe Deutschland einen Investitionsstau von 100 Milliarden Euro vor sich her, sagte Ohoven. Er befürchte neue „soziale Wahlgeschenke“ statt mehr Investitionen in die Zukunft. An der Umfrage vom 12. bis 27. Dezember beteiligten sich nach Verbandsangaben rund 2.800 Unternehmen. (dpa)