Aktuelles
6. April 2020

Familienunternehmer-Verband lehnt Corona-Bonds ab

Der Verband „Die Familienunternehnmer“ hat sich entschieden gegen so genannte Corona-Bonds ausgesprochen. Am 7. April werden die Wirtschafts- und Finanzminister der EU zusammenkommen und über den gemeinsamen Schuldtitel diskutieren. „Corona-Bonds würden das bestehende Haftungsprinzip in der EU endgültig über Bord werfen. Sie zerstören die langfristige finanzielle Stabilität und Glaubwürdigkeit unseres gemeinsamen Wirtschaftsraums“, sagt Verbandspräsident Reinhold von Eben-Worlée und ergänzt: „Wir Familienunternehmer haben zudem die Sorge, dass Deutschland als stärkste europäische Volkswirtschaft für die Phase nach der Krise finanziell ausbluten würde, wenn es einen Blankoscheck für große Teile der hochverschuldeten EU-Länder ausstellen würde. Einmal eingeführt, würde diese Art von Bonds nie wieder abgeschafft.“ Der Unternehmer verweist darauf, dass für die EU-Mitgliedstaaten, die in finanzielle Schieflage gerieten, auf europäischer Ebene ausreichend finanzielle Hilfsinstrumente zur Verfügung stehen würden, beispielsweise der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM). Darüber hinaus seien jederzeit weitere bilaterale Maßnahmen und Zuwendungen denkbar, etwa wenn einzelne Länder, beispielsweise Italien, konkrete medizinische oder strukturelle Hilfen benötigten.

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