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6. August 2020

Stellenabbau bei IST Metz

Der in Nürtingen ansässige UV-Anlagenbauer IST Metz GmbH muss auf die schwierige Situation am Markt reagieren. Etwa 340 Arbeitsplätze sind von der Umstrukturierung betroffen.

Covid-19 und die daraus resultierende Wirtschaftskrise hat den Maschinen- und Anlagenbau in den vergangenen Monaten extrem belastet. In der Druckmaschinenindustrie ist derzeit kein Anzeichen für eine grundlegende Besserung zu erkennen. „Wir haben in den letzten Monaten die Situation genau beobachtet und stufenweise die erforderlichen Maßnahmen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit ergriffen. Strukturelle Anpassungen sind nun aber unvermeidbar, um die Ertragssituation unseres Unternehmens nachhaltig zu sichern“, so CEO Christian-Marius Metz. Durch den starken Auftragsrückgang fallen nun abteilungsübergreifend bis zu einem Drittel der Arbeitsplätze in Nürtingen weg. Die Mitarbeiterzahl am Stammsitz lag Mitte dieses Jahres bei 340 Personen.

Bereits seit November 2019 wurden konsequent Überstunden abgebaut und Arbeitszeitkonten differenziert angepasst. Ab Februar 2020 wurde über einen Zeitraum von sechs Monaten Kurzarbeit eingeführt. Des Weiteren reagierte IST Metz mit einem Kostensenkungsprogramm auf die andauernde Krise.

 

Geschäftsleitung bedauert unausweichliche Maßnahme

Die Prognosen für die mittelfristige Zukunft erfordern ein entschlossenes Handeln, denn die Strukturkrise hält weiter an. Bereits im März 2020 hatte die Heidelberger Druckmaschinen AG einen Stellenabbau von 2.000 Stellen aufgrund der schwierigen Marktlage bekannt gegeben. „Wenn der weltweite Bedarf an Druckmaschinen massiv einbricht, kann ein Zulieferbetrieb noch so gut aufgestellt sein. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man seine Kapazitäten den Marktgegebenheiten anpassen muss“, erklärt Christian-Marius Metz die schwere Entscheidung. Die Vorgespräche mit dem Betriebsrat haben bereits begonnen. Beide Seiten wollen bereits im August in Verhandlung treten.

Im Zuge der Unternehmensorganisation haben die beiden Geschäftsführer Holger Kühn (Vertrieb) und Dr. Robert Sänger (Technik) zum 31.07.2020 ihre Ämter als Geschäftsführer niedergelegt. Beide werden künftig innerhalb des Unternehmens wichtige Schlüsselpositionen übernehmen und zur Zukunftssicherung der IST Metz GmbH beitragen.

 

Firma ergreift umfassende Restrukturierungsmaßnahmen

Mit einer laufenden Restrukturierung will IST Metz das Unternehmen wieder zukunftsfähig machen. Um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken, wird IST weiter in den Vertrieb und die eigene Innovationskraft investieren. Etwaige Effekte stellen sich jedoch erst mittelfristig ein. „Neben allen schmerzlichen Einschnitten gilt es, Marktfelder mit weiterhin guter Zukunftsprognose noch intensiver zu bearbeiten und neue Chancen zu nutzen, die sich auch durch die Corona-Krise ergeben“, ergänzt Metz.

Quelle: IST Metz