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25. Februar 2021

Birkenstock investiert in deutsche Produktionsstandorte

Zudem baut das Familienunternehmen die Fertigung aus.

Internationale Nachfrage sorgt für unvermindert hohes Wachstum beim beliebten Traditionsunternehmen. Birkenstock erweitert daher seine Kapazitäten zunächst am weltweit größten Werksstandort in Görlitz und stärkt zusätzlich alle Produktionsstandorte in Deutschland mit Investitionsprogramm. Nach dem chemischem Zentrallabor in Bernstadt hat nun auch in St. Katharinen ein hauseigenes physikalisches Labor den Betrieb aufgenommen.

Die große Nachfrage nach den Sandalen des deutschen Schuhherstellers sind beständig. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen und dank der bereits erfolgten Ausweitung des Schichtbetriebs in allen Werken läuft die Produktion auf vollen Touren. Das Familienunternehmen erweitert infolgedessen seine Produktionskapazitäten am weltweit größten Fertigungsstandort in Görlitz und startet zugleich ein Investitionsprogramm in alle seine deutschen Produktionsstandorte.

Derzeit laufen die Planungen im Görlitzer Gewerbegebiet Ebersbach bereits auf Hochtouren, wo bereits das zugehörige Factory-Outlet beheimatet ist. Voraussichtlich bis zum Ende des Jahres sollen vor Ort die notwendige Infrastruktur sowie weitere Produktionslinien eingerichtet werden. Auch neue Büroflächen für Verwaltungsmitarbeiter sind vorgesehen. Für einen zusätzlichen Schub im Produktionsvolumen wird zudem der Ausbau der sogenannten PU- und EVA-Produktionslinien in den kommenden Monaten sorgen. Allein diese Investitionen in den Standort belaufen sich auf rund 8 Millionen Euro.

„Nie zuvor haben wir mehr Schuhe produziert. Deshalb ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um mit unserem Investitionsprogramm die Weichen für künftig noch weiteres Wachstum zu stellen. Der Ausbau der Fertigungskapazitäten ist nicht nur ein deutliches Zeichen an unsere Handelspartner, sondern auch ein klares und nachhaltiges Bekenntnis zu unseren deutschen Produktionsstandorten“, so Oliver Reichert, CEO Unternehmensgruppe.

„Insgesamt stärken und modernisieren wir unsere gesamte Produktion in Deutschland im laufenden Jahr mit einem hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Diese Investitionen in unsere Werke sind eine Investition in die Zukunft des gesamten Unternehmens“, erklärt Markus Bensberg, CEO der Unternehmensgruppe.

Auch Infrastruktur, Maschinenpark, Produktions- sowie Bürogebäude der anderen Standorte werden erneuert und ausgebaut, um sie für das zu erwartende Mengenwachstum in den kommenden Jahren angemessen zu rüsten. Hierzu gehört unter anderem in Sankt Katharinen die Inbetriebnahme zwei neuer Fertigungslinien sowie einer Sohlenbeschichtungsanlage. Genauso wie die Einrichtung neuer Produktionsanlagen für Fußbettungen und der Umbau des Kantinengebäudes im hessischen Steinau-Uerzell oder die Einführung eines neuen Lagerverwaltungssystems, welches derzeit in Rheinland-Pfalz am Logistikstandort in Vettelschoß in Vorbereitung ist.

Darüber hinaus hat das Unternehmen in den letzten Monaten bereits zwei neue betriebsinterne Prüflaboren in Betrieb genommen. Das chemische Zentrallabor im sächsischen Bernstadt analysiert alle Materialien im Wareneingang auf mögliche Schadstoffe, bevor sie zur Verarbeitung freigegeben werden. Im technischen Prüflabor in Sankt Katharinen-Stroedt, Rheinland-Pfalz, findet hingegen die produktionsbegleitende Qualitätssicherung sowie die Arbeit an technischen Innovationsthemen statt. Beide Labore wurden durch eine Gesamtinvestition von 4,5 Mio. Euro mit Equipment auf dem neuesten Stand der Wissenschaft ausgestattet. Mit Aufbau und Bündelung des firmeninternen Know-hows zur Qualitätskontrolle an den eigenen Produktionsstandorten geht das Familienunternehmen in dieser Form einen Sonderweg in der Branche, die bei der Qualitätsprüfung fast ausschließlich auf externe Labordienstleister setzt.

Quelle: Birkenstock