Aktuelles
17. Mai 2021

Governance Kodex für Familienunternehmen in 4. Auflage veröffentlicht

Erweiterte Kommission aus Familienunternehmern und Wissenschaftlern ergänzt die Leitlinien und adaptiert den Kodex an die neue Normalität.

Der Governance Kodex für Familienunternehmen bietet umfangreiche Leitlinien für die verantwortungsvolle Führung von Familienunternehmen und Unternehmerfamilien. Der Kodex wurden 2004 als weltweit erste Initiative dieser Art geschaffen. Mit der vorliegenden 4. Auflage erfüllt die Kommission ihren selbst gewählten Auftrag, den Kodex in regelmäßigen Abständen weiterzuentwickeln. Initiatoren sind die Intes Akademie für Familienunternehmen, das Family Business Network Deutschland (FBN) und der Verband ‚die Familienunternehmer‚. Begründet wurde der Kodex von Prof. Dr. Peter May, der bis heute der Kommission vorsteht.

Neue Normalität

Ein klares Bekenntnis zur vielgestaltigen Verantwortung als Unternehmensinhaber steht weiterhin im Zentrum des überarbeiteten Kodex. Eine 31-köpfige Kommission aus renommierten Familienunternehmer*innen und Wissenschaftler*innen hat die Gültigkeit der bekannten Leitlinien auch in Zeiten einer neuen Normalität überprüft.

Stakeholder

Die Neuerung betonen die weitreichende Verantwortung von Familienunternehmern gegenüber verschiedensten Stakeholdern wie Mitarbeiter*innen, Kund*innen und Umwelt gegenüber. „Gerade in einer Zeit, in der die Öffentlichkeit zunehmend die Frage stellt, wer übernimmt eigentlich noch Verantwortung in diesem Land, ist es gut, wenn die Familienunternehmer*innen ihren Gesellschaftsbeitrag definieren und ihre Verantwortung als Inhaber festschreiben“, erklärt Dr. Dominik von Au, Mitglied des Präsidiums der Governance Kommission und Geschäftsführer der Intes Akademie für Familienunternehmen.

Mittelbare Inhaberschaft

Die Neuerungen betreffen unter anderem die beiden Bereiche Mittelbare Inhaberschaft und nicht im Unternehmen gebundenes Vermögen. „Weiter in der Kommission intensiv diskutiert wurde die Forderung nach mehr Diversität in Familienunternehmen und damit verbunden auch die Frage nach dem Ausmaß der ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung von Familienunternehmen angesichts der dramatischen Herausforderungen unserer Zeit“ erklärt Kommissionspräsident Prof. Dr. Peter May. Aktuell bildet sich hierzu eine neue Expertengruppe bestehend aus Familienunternehmer*innen und Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis, die diesen Fragen nachgehen.

Quelle: Intes Family Business Academy