Aktuelles
8. Oktober 2021

Neue Studie: Wie die Unternehmerfamilie die Digitalisierung im Familienunternehmen beeinflusst

Praxisstudie des Wittener Instituts für Familienunternehmen (WIFU) untersucht den Einfluss der Unternehmerfamilie auf betriebliche Digitalisierungsprozesse und gibt klare Handlungsempfehlungen.

Inwieweit entscheidet die Familie des Familienunternehmens über das Wohl und Wehe betrieblicher Digitalisierungsprozesse? Was können Familienunternehmen konkret tun, damit ihre Digitalisierungsbemühungen „fruchten“ und Herausforderungen gemeistert werden? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die aktuelle WIFU-Studie Der Einfluss der Unternehmerfamilie auf den Digitalisierungsprozess des Familienunternehmens – Determinanten und Wirkung des „digitalen Reifegrades“ einer Unternehmerfamilie.

Digitalisierungsdimensionen

Den Kern der Studie bildet eine Online-Befragung, an der sich über 300 VertreterInnen von
Familienunternehmen und Unternehmerfamilien beteiligten. Die Teilnehmenden waren häufig
(Mit-)GesellschafterInnen oder hatten eine aktive Rolle im Familienunternehmen inne. Das
Autorenteam des WIFU kommt zu dem Schluss, dass etwa die Offenheit gegenüber dem Thema Digitalisierung sowie das Ausmaß an Digitalisierungs-Know-how von entscheidender Bedeutung sind. Auch wird deutlich, dass die verschiedenen Digitalisierungsdimensionen wie
Produktdigitalisierung und Prozessdigitalisierung bei den Befragten einen unterschiedlichen
Stellenwert haben und auch nicht-finanzielle Unternehmensziele wie die emotionale Bindung
an das Familienunternehmen und die Langfristorientierung relevant sind.

Konkrete Handlungsempfehlungen

Aus den Untersuchungsergebnissen leiten die AutorInnen zehn Handlungsempfehlungen ab, die Mitgliedern von Unternehmerfamilien und Familienunternehmen dabei helfen sollen, die im Digitalisierungskontext auftretenden Herausforderungen effektiv zu bewältigen.

Familienfaktor beeinflusst Ausrichtung

„Es zeigt sich einmal mehr, wie wichtig der Familien-Faktor des Familienunternehmens für eine zukunftsorientierte Ausrichtung ist“, erläutert Prof. Dr. Tom Rüsen, Erstautor der Studie. „Wir halten den digitalen Reifegrad der Unternehmerfamilie für einen entscheidenden Stellhebel für unseren Wirtschaftsstandort. Hier gibt es einigen Nachholbedarf.“

Die komplette Studie ist auf der Webseite des Wittener Instituts für Familienunternehmen abrufbar.

Quelle: Wifu