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8. Juli 2022

Familienunternehmen rufen zum Kampf gegen Rezession auf

Die Familienunternehmen sehen erhebliche Belastungen unter anderem durch die Verschärfung des Lieferkettengesetzes.

Die großen deutschen Familienunternehmen haben die Politik dazu aufgerufen, mit einem Entfesselungspaket eine Rezession abzuwenden. Das Krisenmanagement der Bundesregierung sei wichtig, doch Krisenbekämpfung allein reiche nicht aus, sagte Prof. Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen und Politik, auf dem „Tag des deutschen Familienunternehmens“ in Berlin. „Wir benötigen insbesondere in der Wirtschaftspolitik mehr Tempo“, sagte Kirchdörfer. Alle Gesetze, die wirtschaftliche Aktivitäten erschweren, sollten gestoppt werden. Das gelte auch für die EU. Als Beispiel nannte er ausufernde Berichtspflichten für Unternehmen und die geplante Verschärfung durch das europäische Lieferkettengesetz. Die Familienunternehmen seien vollauf beschäftigt, das deutsche Lieferkettengesetz umzusetzen. Es sei falsch, weiter draufzusatteln. Kirchdörfer forderte von der Bundesregierung ein Sofortprogramm zum Bürokratieabbau. Bisher habe die Bundesregierung hier nicht geliefert. „Wachstumspotenzial liege gerade auch in Maßnahmen, die den Steuerzahler nichts kosten, aber viel bewirken können“, sagte Kirchdörfer. Am Tag des deutschen Familienunternehmens nehmen 350 Gäste aus dem Kreis bedeutender Familienunternehmen teil. Sie diskutieren unter anderem mit Grünen-Parteichef Omid Nouripour, CDU-Partei- und Fraktionschef Friedrich Merz, Bundesminister für Digitales und Verkehr Dr. Volker Wissing, dem chinesischen Botschafter in Deutschland, Wu Ken, dem Staatssekretär und G7-Sherpa Dr. Jörg Kukies sowie dem Präsidenten der Bundesnetzagentur, Klaus Müller.

www.familienunternehmen.de