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25. Juli 2022

Umfrage: Mehr als drei Viertel der Familienunternehmer leidet unter Fachkräftemangel 

76 Prozent der Familienunternehmer haben im Rahmen einer Umfrage des Verbands „Die Familienunternehmer“ unter 753 Mitgliedern angegeben, dass sie aktuell unter einem Fachkräftemangel zu leiden. Davon mussten 47 Prozent deshalb bereits Aufträge ablehnen. Gesucht werden allen voran Fachkräfte mit Berufsausbildung. Dies geben 92 Prozent der befragten Unternehmer an. Auch Berufseinsteiger, sowohl Akademiker (45 Prozent) als auch Auszubildende (62 Prozent), werden dringend benötigt. „Der Fachkräftemangel hat sich inzwischen zu einem breiten Arbeitskräftemangel entwickelt. Das Thema treibt nicht nur Unternehmern Sorgenfalten auf die Stirn. Dieser Mangel bedroht unsere Volkswirtschaft“, sagt Verbandspräsident Reinhold von Eben-Worlée und ergänzt: „Ohne zielgerichtetes und zügiges Aufstocken von Arbeitskräften am deutschen Arbeitsmarkt bleibt das nötige Wachstum aus, um sowohl die Einhaltung der Schuldenbremse, als auch wichtige Investitionen in Digitalisierung und Klimaschutz zu ermöglichen.“ Gerade zur Umsetzung der Energiewende wären etwa für Entwicklung und Wartung der relevanten Anlagen handwerkliche Fachkräfte notwendig. Die Missstände seien seit langem bekannt und trotzdem unternehme die Regierung zu wenig, als dass eine Entlastung in Aussicht wäre. Konkrete Maßnahmen wie die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse oder die Anpassung des Renteneintrittsalters müssten laut von Eben-Worlée zügig angegangen werden, um der demografisch bedingten Verschärfung der Missstände schnellstmöglich entgegenzuwirken.“ Der Verband hat in einem Positionspapier zwanzig konkrete Reformvorschläge zusammengestellt, die der Bundesregierung in Sachen Arbeits- und Fachkräftegewinnung Orientierung bieten sollen.