Versicherung & Vorsorge

Die persönliche D&O-Versicherung
Absicherung für Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsorgane

Janina Mundus

Für Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsräte in Unternehmen gilt ein strenges Haftungsregime. Davon sind Kapitalgesellschaften genauso betroffen wie mittelständische Betriebe oder Genossenschaften, Stiftungen oder Vereine. Selbst das Ehrenamt bietet keinen Schutz vor der persönlichen Haftung im Schadenfall. Schnell kann da ein einzelner Fehler zur Existenzbedrohung für die betroffene Person werden, denn Manager haften in Deutschland mit ihrem gesamten Vermögen.

In den vergangenen Jahren sind viele prominente Schadenfälle bekannt geworden. Im Dieselskandal beispielsweise zahlten die Versicherer einen Betrag von mehr als 270 Millionen Euro als Entschädigung an den VW-Konzern. Wie es bei Wirecard am Schluss aussehen wird, ist momentan noch nicht absehbar.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Manager kontinuierlich. Verantwortlich dafür sind – neben den ohnehin bekannten Themen – die aktuellen, besonderen Herausforderungen in der internationalen Wirtschaft, die Ukraine-Krise und wachsende regulatorische Vorgaben, die berücksichtigt und eingehalten werden müssen. Man denke dabei zum Beispiel an das Lieferkettengesetz oder die Whistleblower-Richtlinie. Das führt dazu, dass die Nachfrage nach D&O-Versicherungen seitens der Unternehmen steigt, um die Organe und leitenden Angestellten abgesichert zu wissen.

Im Falle einer solchen Versicherung ist das Unternehmen Versicherungsnehmer. Die Organe sind versicherte Personen. Die D&O-Versicherung leistet Abwehr unbegründeter Ansprüche. Bei begründeten Ansprüchen stellt sie das Organ frei. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Ansprüche von Dritten geltend gemacht werden oder vom Unternehmen selbst gegen das eigene Organ.

Die aktuelle Marktentwicklung

Es lässt sich beobachten, dass die Versicherer im Bereich der Unternehmens-D&O eine ähnliche Richtung einschlagen wie bereits zahlreiche Sachversicherer: Viele haben begonnen, die Prämien der Verträge zu erhöhen, um den steigenden Schadenzahlungen entgegenzuwirken. Zugleich werden die Bedingungen eingeschränkt. Auch sind die Versicherer immer weniger bereit, hohe Kapazitäten zur Verfügung zu stellen. Bisher war es ohne Weiteres möglich, eine Versicherung bis zu einer Summe in Höhe von 25 Mio. Euro bei einem Versicherer abzuschließen, heute werden häufig nur noch bis zu 15 Mio. Euro Kapazitäten von einem Versicherer angeboten.

Umso mehr kann es sich daher künftig anbieten, eine solche Unternehmens-D&O-Versicherung durch eine persönliche D&O-Versicherung zu erweitern beziehungsweise zu ergänzen. Aber nicht nur die Marktentwicklung kann ein Grund für den Abschluss sein. Hinzu kommen viele weitere Vorteile, die sich den Führungskräften durch eine persönliche D&O-Versicherung bieten. Systemisch stellen sich diese Vorteile schon dar, weil die versicherte Person – der Manager – den Versicherungsschutz selbst bestimmen und am Ende eine eigene Police in den Händen halten kann. Als Versicherungsnehmer kann er in diesem Fall in eigener Regie und unternehmensunabhängig regeln, wie weit er den Schutz seines Privatvermögens ausbauen möchte.

Ein individueller Versicherungsschutz

Bei der persönlichen D&O-Versicherung bezieht sich der Versicherungsschutz ausschließlich auf den Versicherungsnehmer als versicherte Person und somit auf den Manager selbst. Dadurch entsteht die Möglichkeit eines individuellen Versicherungsschutzes.

Klare Pluspunkte dabei sind:

  1. Die persönliche Deckung sichert eine Versicherungssumme, die der versicherten Person allein zur Verfügung steht und die sie nicht mit anderen Personen teilen muss.
  2. Der Versicherungsschutz lässt sich individuell anpassen. Der Manager selbst bestimmt die Inhalte des Vertrages.
  3. Der Versicherungsschutz gilt über das Arbeitsverhältnis hinaus. Der Schutz greift damit auch dann, wenn eine Haftung droht, lange nachdem der Manager das Unternehmen verlassen hat.
  4. Die persönliche Deckung teilt nicht das Schicksal der Unternehmensdeckung, wenn es zu marktseitigen Anpassungen oder gewollten einschränkenden Veränderungen kommt.

Vorteile der CIF:BIZ ChefSache

Mit der CIF:BIZ ChefSache von ConceptIF Biz bietet GGW eine persönliche D&O-Versicherung, die mit dem Umfang ihrer Leistungen den marktüblichen Standard deutlich übersteigt. Die Vorteile dieser Versicherungslösung sprechen für sich:

  • juristische Beratung auf höchstem Niveau (ChefLine), auf die auch im Vorfeld einer möglichen Inanspruchnahme zurückgegriffen werden kann, sobald eine solche subjektiv befürchtet wird
  • rechtliche Beratungsleistung zur Vermeidung von Pflichtverletzungen
  • 2-fach maximierte Versicherungssumme
  • 12 Jahre unverfallbare Nachmeldefrist
  • keine Nachrangigkeit gegenüber einer Unternehmens-D&O-Versicherung
  • Wahlrecht bei Bestehen einer Unternehmens-D&O-Versicherung, ob diese oder die persönliche D&O vorgehen soll
  • Selbstbehaltsversicherung für Vorstände von Aktiengesellschaften
  • Kontinuität (sowohl in Bezug auf die Bedingungen als auch die Versicherungssumme)
  • Reputationskostendeckung
  • Strafrechtsschutz vor Einleitung eines Strafverfahrens und im Strafverfahren selbst
  • Gehaltsfortzahlung
  • Konfliktmanagement und Mediationskostendeckung

Die Aktiengesellschaft

Im Falle des Abschlusses einer D&O-Versicherung für ein Vorstandsmitglied durch eine Aktiengesellschaft gibt es zudem eine Besonderheit: Hier ist ein Selbstbehalt von mindestens zehn Prozent des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-Fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitgliedes vorgesehen. Diese Selbstbehaltspflicht ist im Aktiengesetz in § 93 Abs. 2 Satz 3 geregelt.

Die persönliche D&O-Versicherung kann im Regelfall auch zur Absicherung dieses gesetzlich vorgegebenen Selbstbehaltes eingesetzt werden. Die Deckungssumme für Vorstände einer Aktiengesellschaft sollte daher mindestens das 1,5-Fache der Festvergütung pro Jahr umfassen.

Kurz vorgestellt

Gossler, Gobert & Wolters ist einer der großen unabhängigen und inhaber­ge­führ­ten Industrie­­­ver­­siche­­rungs­makler in Deutsch­land. An zehn Standorten betreuen rund 450 Mitarbeiter Kunden der mittelständischen Industrie. GGW ist ein Unternehmen mit Tradition auf der einen und modernem Selbstverständnis auf der anderen Seite. So reichen die Wurzeln zurück bis ins Jahr 1758, als Johann Joachim Wolters in der Hamburger Börse zum Mäkler vereidigt wurde.

Um dem Anspruch eines ganzheitlichen Sicherheitsangebots auch in heutigen Zeiten gerecht zu werden, hat GGW sich in den vergangenen Jahren zunehmend erweitert und um zusätzliche Spezialbereiche ergänzt. Heute stehen mit den Tochtergesellschaften auch Vorsorgefragen oder das strategische Risikomanagement im Fokus, ebenso wie Spezialmaklerleistungen für Kreditversicherung und Forderungsfinanzierung.

Im letzten Jahr hat sich Gossler, Gobert & Wolters mit weiteren inhabergeführten Versicherungsmaklern und Assekuradeuren unter dem Dach der GGW Group zusammengeschlossen. Mit inzwischen rund 1.300 Mitarbeitern betreuen die Unternehmen an mehr als 50 Standorten in Deutschland und in der D-A-CH-Region ihre Kunden im Mittelstand.