Versicherung & Vorsorge

Die Rente vom Chef
Steuer-, sozialabgabenfrei und „grün“

Fabian von Löbbecke

Eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist fast immer das lukrativste Angebot zur Altersvorsorge – auch und gerade in mittelständischen und familiengeführten Unternehmen. Arbeitnehmer können auf staatliche Förderung und betriebliche Zuschüsse zählen. Besonders attraktiv: Eine geförderte Direktversicherung kann jetzt auch aktienbasiert von den Chancen der Kapitalmärkte profitieren.

Die Möglichkeit der Kombination von staatlichen Förderungen, Zuschüssen und Garantieleistungen ist der Grund, warum Direktversicherungen für den Arbeitnehmer hochlukrativ sind. Denn wenn Gehaltsteile des Arbeitnehmers direkt in die finanzielle Absicherung seines Ruhestands fließen, müssen auf die Beiträge im Rahmen der gesetzlichen Grenzen keine Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden. Zusätzlich profitiert der Arbeitnehmer von einem obligatorischen Arbeitgeberzuschuss. Dieser beträgt 15 Prozent, soweit der Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart. Die Renditen der Verträge werden je nach Gehaltshöhe, Alter und Familienstand durch diese und weitere gesetzliche Fördersysteme so nach oben gehebelt (siehe auch Kasten unten).

Ein Plus an Rendite

So sorgen neben der Steuer- und Sozialabgabenfreiheit der Beiträge auch ein neuer Freibetrag in der Krankenversicherung der Rentner, der einen nennenswerten Teil der Betriebsrente von Krankenversicherungsbeiträgen freistellt, für eine Renditesteigerung. Zudem wurde der steuerfreie Höchstbeitrag bei Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds von vier Prozent auf acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (West) erhöht. Ein weiterer Bonus für die Beschäftigten: In der bAV werden meist Gruppenkonditionen gewährt, die ein einzelner Mitarbeiter für seine vergleichbare Privatvorsorge nicht erhalten kann. Nicht zu vergessen sind schließlich die verbesserten Anreize für arbeitgeberfinanzierte bAV für Geringverdiener. Dies gilt für Mitarbeitende mit einem monatlichen Einkommen bis 2.575 Euro. Hier kann sich der Arbeitgeber für seinen Beitragsaufwand von bis zu 960 Euro im Jahr 30 Prozent vom Fiskus zurückerstatten lassen.

Jetzt auch auf Aktienbasis

In Zeiten von Niedrig- und sogar Minuszinsen schmelzen Erträge bei gleichzeitig anziehender Inflation ab. Hier sind Maßnahmen gefragt, die langfristig höhere Ertragschancen ermöglichen. HDI bietet jetzt eine attraktive Gegenstrategie: Die staatliche Förderung sowie Garantieleistungen können flexibel auch mit den Renditechancen der Aktienanlage kombiniert werden. Das neue und in Deutschland einzigartige Angebot „Safeinvest Direktversicherung“ von HDI steht beispielhaft hierfür. So sind auch unter den gegenwärtigen Bedingungen am Kapitalmarkt hochlukrative Vorsorgeangebote für die Beschäftigten weiterhin möglich. Im vergangenen Jahr beispielsweise stiegen weltweit investierende Aktienfonds häufig um 20 bis 30 Prozent im Kurs. Von diesen Kurssteigerungen können dann auch diejenigen profitieren, die eine Direktversicherung nach dem „Safeinvest“-Prinzip abgeschlossen haben.

Absicherung mit Börsencrash-Airbag

Dass Aktienkurse aber nicht nur eine Richtung kennen, ist ebenfalls kein Geheimnis. Die Entwicklung im März 2020, dem Beginn der Corona-Pandemie, ist vielen noch in Erinnerung. Für solche Fälle bietet „Safeinvest“ mit einem sogenannten „Börsencrash-Airbag“ den Versicherten aber Hilfe: Der Airbag sorgt dafür, dass die in den Investment-Portfolios angesammelten Guthaben der Versicherten monatlich immer in Höhe von 80 Prozent des Vormonatswerts gesichert sind – ein Schutzschirm für alle Versicherten, gepaart mit einer Produktgestaltung, die über das gewählte Investment-Portfolio je nach Marktsituation bis zu 100 Prozent Anlage in Aktien erlaubt. Auf diese Weise können eine hohe Aktienquote und attraktive Renditechancen geboten werden, ohne dass der Versicherte auf gesetzlich erforderliche Garantien verzichten muss. Als Krönung auf die bestehenden monatlichen Schutzschirme garantiert das Produkt zudem, dass 80 Prozent aller eingezahlten Beiträge zum Ablauf der Versicherung stets garantiert sind (80%-Bruttobeitragsgarantie).

Nachhaltigkeit im Fokus

Die Arbeitnehmer können bei der Direktversicherung von HDI zwischen nachhaltigen, chancenorientierten und schwankungsarmen Anlagen mit breiter Risikostreuung über verschiedene Anlageklassen wählen. Die nachhaltigen oder „grünen“ Investments zeigen sich dabei gerade in den letzten Jahren auch besonders renditestark. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem zwei Aspekte: Zum einen führt der Wandel in Politik und Gesellschaft zu einer immer stärkeren Nachfrage nach nachhaltigen Investmentmöglichkeiten. Zum anderen schreitet insgesamt die wirtschaftliche und technologische Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit immer stärker voran. Unternehmen, die nachhaltige Innovationen und Lösungen am Markt anbieten, stehen daher auch am Aktienmarkt hoch im Kurs. „An grünen Investments geht in Zukunft kein Weg mehr vorbei“, heißt es deshalb unisono unter Aktienanalysten. Die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit gehört auch zur Unternehmensphilosophie des HDI. Denn die Versicherung fördert weltweit nachhaltiges Wirtschaften und richtet sich nach den zehn universellen Prinzipien des UN Global Compact. In der Versicherungstechnik und bei der Kapitalanlage werden ESG1-Kriterien befolgt. Da ist es nur folgerichtig, jetzt auch in der betrieblichen Altersversorgung diesen Nachhaltigkeits-Schritt zu gehen.

Auch Verlässlichkeit stehen bei HDI und beim neuen Angebot „Safeinvest“ im Fokus. So ist die Kombination der Direktversicherung mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung sehr vorteilhaft für Beschäftigte. Denn so sind Arbeitnehmer auch im Falle des Verlustes der Arbeitskraft finanziell abgesichert. Zudem können erworbene Rentenansprüche im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zu jedem neuen Arbeitgeber mitgenommen werden. Mit den zahlreichen Vorteilen und der Kombination von Renditechancen und Absicherungen können gerade auch Mittelständler und familiengeführte Unternehmen ihren Mitarbeitern attraktive Konditionen bieten. So können verdiente Mitarbeiter an die Firma gebunden oder neue Fachkräfte angeworben werden. Das wird für den wirtschaftlichen Erfolg immer wichtiger. Gerade zeigen die Folgen der Corona-Pandemie für den Arbeitsmarkt deutlich, wie wichtig qualifizierte und motivierte Beschäftigte sind. Neue Möglichkeiten, etwa über die betriebliche Altersversorgung, sollten deshalb optimal genutzt werden.

www.hdi.de

Zeitleiste

Folgende Veränderungen haben seit 2018 die rechtlichen Rahmenbedingungen der betrieblichen Altersversorgung verbessert:

1.1.2018: Verdopplung des steuerfreien Höchstbeitragesbei Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds von vier auf acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze West.

1.1.2018: Die doppelte sozialversicherungsrechtliche Verbeitragung, bezogen auf die Riester-Förderung in der betrieblichen Altersversorgung, wurde abgeschafft.

1.1.2018: Einführung der Geringverdiener-Förderung in der betrieblichen Altersversorgung. Unternehmen, die zugunsten eines beschäftigten Geringverdieners (max. 2.200 Euro Einkommen p. M.) einen bAV-Beitrag (240 bis 480 Euro p.a.) im Rahmen einer Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds leisten, erhalten für sogenannte ungezillmerte Verträge einen Förderbetrag von 30 Prozent dieses zusätzlichen Arbeitgeber-Beitrags (max. 144 Euro p.a.).

1.1.2019: Arbeitgeber müssen bAV-Neuverträge mit Entgeltumwandlung um 15 Prozent aufstocken, soweit die Unternehmen eine Sozialversicherungsersparnis durch die Entgeltumwandlung des Beschäftigten erzielen. Das ist immer der Fall bei Gehältern, die nach der Gehaltsumwandlung unter der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung liegen. Diese Aufstockungspflicht gilt grundsätzlich für die Durchführungswege Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds.

1.1.2020: Für gesetzlich Pflichtversicherte in der Krankenversicherung der Rentner ist in der Auszahlungsphase ein Freibetrag von zunächst 159,25 Euro monatlich eingeführt worden. Der Freibetrag gilt nicht für die gesetzliche Pflegeversicherung oder freiwillig Versicherte. Der Betrag ist indexiert und steigt in gleichem Umfang wie die monatliche Bezugsgröße nach §18 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch.

1.1.2020: Verdopplung des Förderbetrags für Geringverdiener von 144 Euro p.a. auf 288 Euro p.a. bei gleichzeitiger Anhebung der Geringverdiener-Einkommensgrenze von mtl. 2.200 Euro auf mtl. 2.575 Euro. Der maximal förderfähige zusätzliche Arbeitgeberbeitrag wurde damit von 480 Euro p.a. auf 960 Euro p.a. erhöht.

1.1.2022: Der Beitrags-Zuschuss zur Entgeltumwandlung wird auch auf bestehende bAV-Verträge ausgeweitet.