Personal & Weiterbildung

Die richtigen Persönlichkeiten finden
Fach- und Führungskräftegewinnung in Coronazeiten

Stefan Heidbreder

Der Arbeitsmarkt bleibt in vielen Branchen jenseits von Corona ein Bewerbermarkt. Wer gute Fach- und Führungskräfte bekommen oder halten will, muss sich weiterhin von der Konkurrenz abgrenzen. Familienunternehmen brauchen bestimmte Charaktere, um die strukturellen Herausforderungen zu meistern.

Die Rezession geht an den Familienunternehmen in Deutschland nicht spurlos vorüber. Viele nutzen Kurzarbeit in Vertrieb, Verwaltung und Produktion, kappen nicht zwingend nötige Investitionen, um durch diese herausfordernde Zeit zu kommen. Doch wir erleben auch, dass Firmen die Zeit nutzen, um neue Projekte aufzusetzen, um sich auf die Zeit vorzubereiten, wenn die Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnt.

Fachkräftemangel strukturell bedingt

Die Annahme, dass mit der Rezession der Fachkräftemangel behoben ist, wäre deswegen auf jeden Fall falsch. Der Bedarf seitens der Familienunternehmen nach Fach- und Führungskräften gerade in MINT-Berufen wird auf längere Sicht anhalten. Der Fachkräftemangel ist ein strukturelles Problem der Wirtschaft, kein konjunkturelles. Spätestens wenn die Krise endet, werden die Unternehmen wieder durchstarten wollen. Das sieht man auch daran, dass das Interesse der Familienunternehmen weiterhin groß ist, sich an der Messe „Karrieretag Familienunternehmen“ zu beteiligen. Die Nachfrage aufseiten der Firmen, aber auch der Bewerber, ist ungebrochen hoch. Sofern es die Pandemie erlaubt, können im kommenden Jahr bis zu vier Karrieretage stattfinden. In einem „normalen“ Jahr werden zwei Karrieretage veranstaltet. In der Zwischenzeit rekrutieren die Firmen virtuell und vernetzen sich, um die Arbeitgebermarke Familienunternehmen weiter zu verbessern.