Energie & Umwelt

E-Mobilität & Co.
Solarenergie bietet viele Chancen

Nick Morbach

Die Energiewelt ist im Wandel. Unternehmen, die klimafreundliche Stromerzeugung, Eigenverbrauch und E-Mobilität kombinieren, schaffen finanziellen Mehrwert und machen sich unabhängig. Sie treiben die Energiewende und ihre Nachhaltigkeit aktiv voran.

Wir müssen Energieversorgung neu denken. Der rasant fortschreitende Klimawandel führt uns immer häufiger vor Augen, dass ein Wechsel zu nachhaltigen, erneuerbaren Energiequellen unumgänglich ist. Damit die Energiewende Fahrt aufnimmt und künftig mehr Flächen für Solarenergie genutzt werden, hat die Bundesregierung in ihren Koalitionsvertrag eine Solarpflicht aufgenommen. Einige Bundesländer haben diese bereits gesetzlich umgesetzt. Baden-Württemberg zum Beispiel verlangt seit Jahresbeginn Solaranlagen auf Nichtwohngebäuden und auf neuen überdachten Parkplätzen ab 35 Stellplätzen. Das Gleiche gilt in Schleswig-Holstein. Niedersachsen schreibt ab 2023 eine Solarpflicht beim Neubau von Gewerbebauten ab 75 Quadratmetern Fläche vor. Weitere Bundesländer werden folgen.

Solarpflicht: keine Last, sondern Gewinn

Eine Photovoltaikanlage zu installieren, ergibt aber auch dann Sinn, wenn sie nicht staatlich verordnet ist. Selbst erzeugter Strom ist preiswert, macht Betriebe unabhängig von Schwankungen auf dem Markt und stellt eine zusätzliche Einnahmequelle dar, denn der Return-on-Investment ist oft in weniger als fünf Jahren realisiert. Solaranlagen haben aber eine Lebensdauer von rund 20 Jahren. Besitzer erzielen nach finaler Abschreibung noch über einen langen Zeitraum Gewinne mit der selbst erzeugten Energie und profitieren von sicherer Stromversorgung. Und mit jeder erzeugten Kilowattstunde Strom wird auch der Umwelt klimaschädliches Kohlendioxid erspart.

Platz für Solar? Na klar!

Zum Jahresende 2021 waren in Deutschland Photovoltaikanlagen mit 59 Gigawatt Leistung installiert. Rund 75 Prozent davon befinden sich auf Dächern, der Rest in Freiflächenanlagen. Unternehmen mit Produktions- und Lagerhallen haben in den allermeisten Fällen viel Platz auf dem Dach, um eine Photovoltaikanlage unterzubringen. Auch firmeneigene Parkplätze eignen sich in vielen Fällen ausgezeichnet für die Überdachung mit PV-Anlagen. Die versiegelte Fläche erhält so eine weitere Nutzung und die CO2-Bilanz des Unternehmens verbessert sich. Zudem können Elektrofahrzeuge direkt an der Parkfläche mit dem erzeugten Solarstrom geladen werden. Überhaupt ist Elektromobilität erst dann wirklich sinnvoll, wenn mit Solarstrom geladen wird.

Fahrzeugflotten elektrifizieren: Ladelösungen bieten umfassende Möglichkeiten.SMA/Heiko Meyer
Fahrzeugflotten elektrifizieren: Ladelösungen bieten umfassende Möglichkeiten.

Firmenflotten elektrifizieren

Viele Unternehmen, die die Umstellung ihrer Fahrzeugflotten auf E-Mobilität planen, besitzen bereits eine eigene Photovoltaikanlage. Viele weitere denken spätestens dann an das Umrüsten ihrer Firmenflotten und Dienstwagen auf Strom, wenn sie die aktuellen Spritpreise beobachten. Auch für Mitarbeitende und Kunden sind Ladepunkte auf dem Firmengelände heutzutage ein Benefit, den sie von ihrem Arbeitgeber erwarten. Firmenfahrzeuge können tagsüber sogar ohne Batteriespeicher an der eigenen Photovoltaikanlage aufgeladen werden und der selbsterzeugte Strom ist auf jeden Fall grün. Und es gibt zahlreiche interessante Förderprogramme, mit denen der Staat die Finanzierung von Elektrofahrzeugen, Lademöglichkeiten und PV-Anlagen unterstützt.

Umfassende Ladelösungen wie „SMA Business“ berücksichtigen dabei mehr als nur den reinen Ladevorgang an smarten Ladesäulen. Sie vernetzen intelligent die Solarstromerzeugung mit den Ladereglern der E-Fahrzeuge, programmieren Abfahrtszeiten, erfassen Abrechnungen und managen diese digital. In einer Cloud (zum Beispiel „Sunny Portal“ von SMA) werden dabei die komplette Anlage und alle Fahrzeuge, die elektrisch laden, abgebildet. So können nicht nur die Ladevorgänge der Firmenfahrzeuge im Unternehmen, sondern auch an öffentlichen Ladepunkten oder zu Hause erfasst und über gängige Unternehmens-Softwaresysteme wie SAP zentral abgerechnet werden.

Das Ende der Energieverschwendung

Soll eine Solaranlage installiert werden, darf die Analyse im Vorfeld nicht fehlen. Ein System-Datenmanager übernimmt diese Aufgabe und ermittelt Energiesparpotentiale. Der intelligente Energiemanager analysiert dafür rund um die Uhr alle Systemkomponenten und Energieflüsse und ermittelt Energiesünder sowie ihre Ursachen. Dann lassen sich zum Beispiel Kühlsysteme, Lüftung, Beleuchtung, maschinelle Verbraucher und die elektrische Ladeinfrastruktur ganzheitlich vernetzen und gezielt Maßnahmen zur effizienteren Energienutzung ergreifen. Der Energiemanager verbindet die Energieflüsse und steuert sie je nach Anforderung. Dazu nutzt er Online-Wettervorhersagen und das individuelle Lastprofil für tagesaktuelle Ertragsprognosen. Lastspitzen lassen sich gezielt vermeiden, indem verschiedene Stromverbraucher zeitlich versetzt starten oder erst dann in Betrieb gehen, wenn genügend Solarstrom bereitsteht. Ein Batteriespeicher kann die Versorgung in Spitzenlastzeiten zusätzlich optimieren. Überschüssiger Strom wird über eine entsprechende Schnittstelle direkt zur Vermarktung an der Strombörse zur Verfügung gestellt.

Ökonomisch vorteilhaft, ökologisch vorbildlich

Mit einer eigenen Solaranlage senken Betriebe ihre Energiekosten dauerhaft und nachhaltig. Mit einem intelligenten Energiemanagement versorgt der Strom vom Dach angeschlossene Geräte, Maschinen und Verbraucher genauso wie die elektrische Ladeinfrastruktur direkt. Mit dem überschüssigen Solarstrom können Unternehmen zusätzliche Vorteile generieren, indem sie diesen ins öffentliche Stromnetz des Versorgers einspeisen und eine festgelegte Vergütung bekommen oder direkt an der Strombörse vermarkten. Eine eigene Solarstromversorgung beweist nachhaltiges Handeln und ist eine aktive Beteiligung an der Energiewende. Nachhaltigkeit ist dann keine Floskel mehr, überzeugt Kunden und Mitarbeitende – und natürlich das Klima.

Gute Planung ist alles

Mit entsprechenden Planungstools für Solarsysteme lässt sich schon im Vorfeld genau simulieren, wie und mit welcher Ausrichtung eine Solaranlage eine optimale Ertragsausbeute erzielt. Auch Batteriespeicher und Ladelösungen für E-Fahrzeuge und andere Energieverbraucher lassen sich direkt einplanen. Grundsätzlich gilt: Je ungünstiger die Dachausrichtung ist, desto flacher sollten die Module geneigt sein. Den größten Ertrag bringt eine Solaranlage, die nach Süden ausgerichtet ist. Ost- und Westdächer sind noch sehr gut nutzbar. Und geschickt geplant, trägt auch eine Norddachanlage ihren Teil zu einer maximalen Sonnenstromausbeute bei. In der Regel ist die Statik kein Problem, dennoch sollte sie bei bestehenden Bauten – besonders in Gegenden mit hoher Wind- oder Schneelast – vorab überprüft werden. Die zusätzliche Belastung des Daches durch die PV-Anlage hängt von der Art des Daches und dessen Neigung ab, etwa 25 Kilogramm pro Quadratmeter Mehrbelastung sollte das Dach aber mindestens tragen können.

Kurz vorgestellt

1981 gründen drei Uni-Absolventen und ihr Mentor das Unternehmen SMA. Ihre Vision: eine unabhängige, kostengünstige und klimafreundliche Energieversorgung für alle Menschen. Von vielen dafür anfangs noch als Träumer belächelt, haben sie und ihre Mitstreitenden dieses Ziel niemals aus den Augen verloren. Angetrieben von Pioniergeist, Leidenschaft und Innovation gestaltet die SMA Solar Technology AG mit Firmensitz im nordhessischen Kassel seit über 40 Jahren die globale Energiewende nachhaltig mit. Vor dem Hintergrund des rasant voranschreitenden Klimawandels und dessen Folgen ist das Anliegen der Gründer heute mindestens genauso aktuell wie einst. Dabei ist SMA von Beginn ein durch und durch nachhaltiges Unternehmen – nominiert als Finalist für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2022 – dessen Ziel es seit Unternehmensgründung ist, langfristig angelegten wirtschaftlichen Erfolg mit Umweltschutz und sozialer Verantwortung zu vereinen.

Das SMA-Werk im nordhessischen Niestetal.SMA
Das SMA-Werk im nordhessischen Niestetal.

Gemeinsam mit Kooperationspartnern und Kunden macht SMA als ein global führender Spezialist für Photovoltaik und Speicher-Systemtechnik weltweit den Umbau zu einer digitalen, dezentralen und erneuerbaren Energieversorgung möglich. Dieser Aufgabe widmen sich über 3.500 SMA-Mitarbeitenden in 20 Ländern. Mit innovativen Lösungen für die nachhaltige Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Energie ermöglicht SMA Menschen und Unternehmen weltweit mehr Unabhängigkeit in der Energieversorgung.

Das Portfolio umfasst Photovoltaikanlagen und Speichersysteme aller Leistungsklassen, intelligente Energiemanagementsysteme, moderne Ladelösungen für Elektrofahrzeuge im privaten Bereich wie auch umfassende Ladelösungen im Business-Umfeld sowie zukunftsfähige Power-to-Gas-Anwendungen. Digitale Energiedienstleistungen und umfangreiche Serviceleistungen bis hin zur Übernahme von Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen für Photovoltaik-Kraftwerke runden das Angebot ab.

www.sma.de