Finanzierung & Kapital

Erfolgreich aus der Krise
Öffentliche Finanzierungshilfen nutzen

Die Corona-Pandemie trifft die Wirtschaft in einer Zeit radikaler Umbrüche. Das stellt vor allem Mittelständler vor erhebliche Herausforderungen. Die Förderbank LfA erweist sich hier für den Mittelstand als verlässlicher Partner.

Durch unterbrochene Lieferketten, Auftragsrückgänge oder zeitweise sogar Betriebsschließungen ist ein hoher Liquiditätsbedarf in vielen Betrieben entstanden. Daneben müssen Transformationsprozesse, etwa durch Digitalisierung, Klima- und Mobilitätswandel, bewältigt werden. Die mit der Transformation verbundene Umstellung, zum Beispiel von Produkten oder Produktionsabläufen, stellt hohe Anforderungen an die Innovationskraft der Betriebe und ist oftmals mit hohen Kosten verbunden – und das Corona-bedingt häufig bei einem gleichzeitigen Rückgang der Erträge. Besonders den Mittelstand stellen die Pandemie und sich beschleunigende Transformationsprozesse vor eine doppelte Belastung.

Liquidität aufrecht erhalten

Zur Überwindung der akuten Krisensituation hat die LfA schnell reagiert und ihre Finanzierungshilfen zur Unterstützung der bayerischen Unternehmen deutlich erweitert und das Förderverfahren erheblich beschleunigt. Die Betriebe benötigen insbesondere Betriebsmittelfinanzierungen für die Aufrechterhaltung der Liquidität. Zudem sind Liquiditätshilfen mit Risikoübernahme durch Haftungsfreistellungen oder Bürgschaften besonders stark gefragt. Durch die Übernahme des Kreditrisikos soll den Hausbanken die Kreditzusage gegenüber den Unternehmen erheblich erleichtert werden.

Speziell für Kleinunternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern wurde das Sonderprogramm „LfA-Schnellkredit“ konzipiert. Der Kredit ist mit einer 100-prozentigen Risikoübernahme durch die Förderbank beziehungsweise den Freistaat Bayern ausgestattet. Unternehmen mit einem bis fünf Beschäftigten erhalten so bis zu 50.000 Euro, Unternehmen mit sechs bis zehn Mitarbeitern bis zu 100.000 Euro. Bei mehr als zehn Beschäftigten greift der KfW-Schnellkredit. Firmen mit einem Jahresumsatz bis einschließlich 500 Millionen Euro und freiberuflich Tätigen steht der „Corona-Schutzschirm-Kredit“ mit einer 90-prozentigen Risikoentlastung für die Hausbanken und besonders günstigen Endkreditnehmerzinsen zur Verfügung. Hier kann die Darlehenshöhe bis zu 30 Millionen Euro betragen. Für langfristige Konsolidierungen und Umschuldungen stehen überdies die weiter optimierten Programme „Universalkredit“ und „Akutkredit“ zur Verfügung. Unmittelbar Liquidität verschafft den Unternehmen zudem eine einfache und schnelle Lösung zur Aussetzung von Tilgungsraten bei bestehenden Darlehen.

Mithilfe des erweiterten Bürgschaftsinstrumentariums können die Hausbanken den Unternehmen umfangreiche und unkomplizierte Hilfe gewähren. Die Förderbank übernimmt dabei bis zu 90 Prozent des Kreditrisikos. Der maximale Bürgschaftsbetrag wurde auf 30 Millionen Euro angehoben, bei höheren Beträgen sind Staatsbürgschaften möglich. Bei einem LfA-Risiko bis 500.000 Euro gilt für Bürgschaften sowie für alle Darlehen, die mit einer Haftungsfreistellung ausgestattet sind, ein vereinfachtes Antrags- und Zusageverfahren – es müssen deutlich weniger Antragsunterlagen eingereicht werden.

In Wettbewerbsfähigkeit investieren

Die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts hängt maßgeblich davon ab, dass die Unternehmen den bereits vor Corona begonnenen Wandel erfolgreich wiederaufnehmen und in ihre Wettbewerbsfähigkeit investieren. Mit ihrer umfassenden Gründungs- und Wachstumsförderung, den Finanzierungsangeboten für Energieeffizienz, Umwelt- und Klimaschutz sowie im Bereich Innovation und Digitalisierung, möchte die LfA einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung einer erfolgreichen Transformation leisten – insbesondere im Mittelstand. Mithilfe öffentlicher Förderkredite soll Chancengleichheit auf der Finanzierungsseite für Gründer sowie kleine und mittelständische Unternehmen geschaffen werden, die aufgrund ihrer geringeren Größe strukturelle Finanzierungsnachteile gegenüber Großunternehmen haben. Investitionsanreize, beispielsweise durch Tilgungszuschüsse im Innovationskredit 4.0 und in den Energiekrediten, tragen nicht nur zu einer nachhaltigen und ökologischen Wirtschaftsförderung bei, sondern unterstützen die Mittelständler auch dabei, durch zukunftsweisende Vorhaben die Chancen des digitalen Wandels zu ergreifen. Zinsgünstige Förderkredite schaffen zudem Planungssicherheit, da sich die Betriebe die vorteilhaften Konditionen mit langen Laufzeiten und Zinsbindungen sichern können.

Über die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH und die Bayern Kapital GmbH – beides Unternehmen aus der LfA-Gruppe – stellt die Förderbank den bayerischen Gründern und Unternehmern in jeder Phase ihrer Entwicklung überdies Eigenkapitalangebote zur Stärkung ihrer Kapitalbasis zur Verfügung.

Einfache Antragstellung

Der Weg zu den Krediten und Risikoübernahmen der LfA führt über die Hausbanken der Unternehmen, also die Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Privatbanken. Sie beraten die Unternehmen und beantragen die finanziellen Hilfen bei der LfA. Die Ausreichung der Finanzierungshilfen an die Betriebe erfolgt ebenfalls über die Hausbanken. Für eine umfassende und kostenfreie Beratung können sich Unternehmer auch direkt an die Förderberatung (Tel. 089/ 21 24 10 00) wenden.

www.lfa.de