Personal & Weiterbildung

Erstmals digitale Teilnahme möglich
Kongress für Familienunternehmen geht neue Wege

Hendrik Fuchs

Vom 19. bis 20. Februar 2021 findet die 23. Auflage des Kongresses für Familienunternehmen auf der Zeche Zollverein in Essen statt. Die Redaktion sprach mit Magdalena Wendt aus dem Organisationsteam über die Vorbereitung und Durchführung des Events in Zeiten von Corona.

Der 23. Kongress für Familienunternehmen findet auf dem Gelände des Zollvereins in Essen statt.

Wer steckt hinter dem Organisationsteam?

Wir sind ein dreiköpfiges, interdisziplinäres, studentisches Team. Meine beiden Kollegen Cedric Schneider, Erwin Holkin und ich sind Studenten der Universität Witten/Herdecke und verfügen über Kenntnisse aus unterschiedlichen Fachbereichen. So berücksichtigen wir bereits bei der Planung des Kongresses mehrere Perspektiven und verschiedene thematische Schwerpunkte. Bei der Durchführung des Kongresses werden wir von vielen Kommilitoninnen und Kommilitonen tatkräftig unterstützt.

2021 findet bereits die 23. Auflage des Kongresses statt. In welche Richtung hat sich dieser im Laufe seines Bestehens entwickelt?

Trotz seines langen Bestehens ist jeder Kongress einzigartig. Unter anderem dadurch begründet, dass jedes studentische Organisationsteam neue Themen, neue Formate und Frische mit in die Kongressgestaltung bringt. Im kommenden Jahr wird dieser erstmals außerhalb der Universität Witten/Herdecke stattfinden. Darüber hinaus wird bei dem 23. Kongress das erste Mal auch eine digitale Teilnahme möglich sein.

Was macht den Kongress für junge und erfahrene Familienunternehmer gleichermaßen attraktiv?

Der geschützte Rahmen des Kongresses bietet Inhalte für alle Mitglieder aus Unternehmerfamilien und Familienunternehmen. Vor allem der Netzwerkcharakter wird von langjährigen Teilnehmern geschätzt; ebenso die Möglichkeit, sich mit anderen über Familienunternehmen-Thematiken auszutauschen und über eigene Fragestellungen zu diskutieren. Dabei sind Personen aus den verschiedenen Branchen vertreten, was eine Perspektivenvielfalt auf einzelne Sachverhalte ermöglicht. Neben dem Hauptkongress findet die sogenannte Nachfolgeakademie statt. Diese ermöglicht Nachfolgerinnen und Nachfolgern, mit Gleichgesinnten in den Dialog zu treten und sich mit ihren ganz eigenen Fragestellungen auseinanderzu setzen.

Das Organisationsteam des Kongresses für Familienunternehmen: Magdalena Wendt, Erwin Holkin und Cedric Schneider (v.l.)Philipp Wente
Das Organisationsteam des Kongresses für Familienunternehmen: Magdalena Wendt, Erwin Holkin und Cedric Schneider (v.l.)

Der 23. Kongress steht unter dem Motto „Neu denken – gestärkt handeln“. Was verbirgt sich hinter diesem Slogan?

Der Titel ist das Resultat aus den Beobachtungen, die wir im Laufe der Kongressvorbereitung angestellt haben. Neues Denken, kritisches Hinterfragen und Reflektieren sind eine Art, auf die unausweichlichen Veränderungen zu reagieren, die weltweit zu beobachten sind. Wir möchten den Teilnehmenden die Möglichkeit bieten, sich mit ihren eigenen Fragestellungen auseinanderzusetzen und über diese zu diskutieren. Themenschwerpunkte sind dabei Resilienz, Kollaboration und Innovation – Fähigkeiten, die Familienunternehmen bereits besitzen, aber in Zukunft durch neue Herausforderungen eine neue Relevanz gewinnen. Wir möchten diese Themen gerne in ihren weiten Spektren aufgreifen. Das heißt, Resilienz sowohl in ihrer psychologischen Bedeutung der Widerstandsfähigkeit als auch in Bezug auf Komplexität von Systemen zu begreifen. Im Rahmen der Kollaboration bieten wir den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Formen von Kooperation sowie den Veränderungen der Arbeitswelt auseinanderzusetzen. Im Themenkomplex Innovation greifen wir unter anderem Digitalisierung und Transformationsprozesse auf. Ziel ist es, durch Perspektivenvielfalt neue Lösungsansätze zu generieren, um sowohl auf familiärer als auch auf Unternehmensebene gestärkt handeln zu können.

Welche Formate sind geplant?

Es gibt ein vielfältiges Angebot, von einem Auftakterlebnis, das die Teilnehmenden des Hauptkongresses und der Nachfolgeakademie gemeinsam erleben, bis zu Keynote-Speakern und einer Podiumsdiskussion. Teilnehmende können darüber hinaus aus einem abwechslungsreichen Workshop-Angebot wählen.

Wie sorgen Sie dafür, dass der Kongress zum Impulsgeber für neue Ideen und Ansätze wird?

Zum einen durch das Mitwirken und Vorträge vieler Experten und zum anderen durch den Austausch unter den Teilnehmenden selbst. Unter anderem präsentieren viele Professoren und Mitarbeiter des Wittener Institutes für Familienunternehmen (WIFU) aktuelle Forschungsergebnisse. Ergänzend stellen einige Familienunternehmerinnen und -unternehmer ihre Best Practices vor. Gleichzeitig ermöglichen wir den Teilnehmenden mit einer digitalen Plattform einen Einblick in alle Workshops. Es besteht die Option, wichtige Fragen und erste Lösungsansätze einzusehen, eigene Nachfragen zu stellen und zu diskutieren.

Wenn der Kongress stattfindet, wird die Corona-Pandemie sehr wahrscheinlich noch nicht Geschichte sein. Wie wird diesem besonderen Umstand auf dem Kongress Rechnung getragen?

Wie bereits erwähnt, wird der Kongress das erste Mal außerhalb der Universität Witten/Herdecke veranstaltet. Am neuen Kongressort – der Grand Hall auf der Zeche Zollverein in Essen – wird ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Pandemie durch ein Hygienekonzept und Abstandregelungen sichergestellt. Um die Abstände auch während der Workshops zu gewährleisten, gibt es eine Teilnehmerbegrenzung für die Präsenzteilnahme. Gleichzeitig bieten wir die Möglichkeit einer digitalen Teilnahme an dem Kongress an. So integrieren wir verschiedene digitale Tools, die einen, wie oben beispielhaft skizzierten, Mehrwert mit sich bringen.

www.familienunternehmer-kongress.de