Blickpunkt

Es war einmal…
Innovationsmotor im Mittelstand gerät ins Stottern

Hendrik Fuchs

Das Gros der mittelständischen Firmen hat sich lange Zeit durch seine enorme Innovationskraft ausgezeichnet. Doch in den vergangenen Jahren ist diese merklich zurückgegangen. Woran liegt das?

Nach dem aktuellen Innovationsbericht der KfW vom Februar 2020 ist es um Innovationen im Mittelstand nicht gut bestellt. „Der Anteil innovativer Mittelständler in Deutschland ist auf einen neuen Tiefststand gefallen“, betonte KfW-Chefvolkswirtin Dr. Fritzi Köhler-Geib bei Vorstellung des Berichts. Danach haben nur noch 725.000 der etwa 3,81 Millionen kleinen und mittleren Firmen hierzulande zuletzt innovative Produkte oder Prozesse eingeführt. Die Innovatoren-Quote für die Jahre 2016/2018 lag bei nur noch 19 Prozent. „Der Anteil der innovativen Unternehmen im Mittelstand hat sich seit seinem Höchststand von 42 Prozent aus den Jahren 2004/2006 damit mehr als halbiert“, so Köhler-Geib weiter. Die Summe, die der Mittelstand für Innovationen ausgibt, sei 2018 hingegen erstmals seit 2014 wieder angestiegen und betrage aktuell 34 Milliarden Euro, drei Milliarden mehr als 2017. Damit konzentrieren sich in Deutschland die Innovationsausgaben auf immer weniger Unternehmen.