Finanzierung & Kapital
Die News März 2022

Grüne Finanzierung wird kommen!

Chancen und Risiken für den Mittelstand

Was haben Klimaschutzziele mit der Mittelstandsfinanzierung zu tun? Begriffe wie "Green Finance" oder "Sustainable Finance" spiegeln eine disruptive Veränderung im Zuge des "Green Deals" wider.

Frank Hoppe
Lesezeit: ca. 5 Minuten
Romolo Tavani / shutterstock.com

Dahinter steht ein Aktionsplan der Europäischen Union, mit dem die EU anstrebt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Die sogenannte Taxonomie für nachhaltiges Wirtschaften wird die europäische Wirtschaft erheblich verändern. Und das wird schneller geschehen, als vielen bewusst ist. Nicht nur Finanzinstitute und große Unternehmen, sondern vor allem der Mittelstand wird von diesen Entwicklungen wesentlich betroffen sein. Dies birgt Risiken, aber zugleich Chancen! Dabei wird es höchste Zeit, sich darauf vorzubereiten.

Was ist die „Taxonomie“?

Als Folge der Pariser Klimakonferenz beschloss die EU-Kommission 2018 den Aktionsplan für Nachhaltigkeit, abgekürzt „Sustainable-Finance-Strategie“. Dabei wurden Kernziele zur Erreichung von Nachhaltigkeit mit zehn Maßnahmen unterlegt, von denen die wichtigste die Schaffung eines Klassifizierungssystems zur Bestimmung von nachhaltigem Wirtschaften ist. Dadurch soll mehr Kapital in nachhaltige Investitionen fließen. Dieses System wurde im Juni 2020 mit Wirkung zum 01.01.2022 als Taxonomie-Verordnung verabschiedet. Mit dieser Verordnung liegt eine verpflichtende und allgemeingültige Definition von nachhaltigen wirtschaftlichen Tätigkeiten vor. Für Unternehmen bedeutet dies zunächst, dass diese seit dem 1. Januar 2022 verpflichtet sind, über den Anteil ihrer „nachhaltigen Aktivitäten“ einen entsprechenden Bericht („Sustainability-Reporting-Standards“) zu erstellen und zu veröffentlichen, die sich in Verbindung mit Investitionen oder ihrer Umsatzgenerierung ergeben.