Blickpunkt

Ideen für sich arbeiten lassen
Wie Unternehmen Innovation gezielt schützen können

Dr. Matthias Stolmár 

Innovationen bringen Unternehmen den entscheidenden Wettbewerbsvorteil und sichern ihnen langfristig das Überleben auf dem hart umkämpften Markt. Doch ohne die richtige Strategie versanden viele gute Ideen im Tagesgeschäft. Hier ein Leitfaden für ein smartes Innovationsmanagement und ein passendes Schutzrecht.

Gefragt nach dem zentralen Erfolgsfaktor für ihre Wettbewerbsfähigkeit, antworten derzeit nicht wenige Führungskräfte „Innovation fördern“. Die Vorteile liegen auf der Hand: So kam eine Studie von PWC aus dem Jahr 2015 zu dem Schluss, dass innovative Unternehmen im Durchschnitt um fast 16 Prozent schneller wachsen als solche, die weniger Wert auf Innovation legen. Innovative Unternehmen generieren zudem mehr Umsatz und sind auch auf Dauer erfolgreicher. Deswegen ist es auch sehr begrüßenswert, dass immer mehr KMU ihren Mitarbeitern den notwendigen Freiraum geben, auch mal „outside the box“ zu denken und kreative neue Ansätze zu erarbeiten. Die Ergebnisse können sich gerade in Deutschland sehen lassen – hierzulande geben immerhin 82 Prozent der Unternehmen an, dass sie sich im Bereich Innovation zu den Vorreitern oder zumindest der Spitzengruppe zählen.

Innovationsstrukturen ausbilden

Entscheidend ist dabei, dass das Innovationsmanagement in geeignete organisatorische Strukturen umgesetzt wird, um die gemachten Erfindungen effektiv auf den Weg bringen zu können. Dies kann entweder durch den Aufbau von internen Strukturen oder mit Hilfe verlässlicher externer Berater erfolgen, die eine objektive Bewertung der neuen Ideen vornehmen. Vorteil eines ausgelagerten Innovationsmanagements ist dabei nicht nur, dass die Analyse durch einen neutralen Dritten erfolgt, sondern auch die Zeitersparnis. Denn das Anwerben und Einarbeiten von qualifizierten IP-Managern kostet nicht nur Geld, sondern oft auch wertvolle Zeit, auf die es gerade bei Innovationen in schnell wachsenden Feldern ankommt. Idealerweise arbeiten interne Forschungsabteilung und externer IP-Dienstleister dabei auf Augenhöhe zusammen. Nur wenn innerhalb des Unternehmens zumindest ein gutes Verständnis dafür herrscht, wie Ideen überhaupt geschützt werden können, kann sich ein fruchtbarer Dialog entwickeln.

Der Klassiker – das Patent

Als geprüftes Schutzrecht bietet ein Patent ab Anmeldetag 20 Jahre Schutz für die darin offenbarte Erfindung. Geprüft bedeutet dabei, dass der Patenterteilung ein Prüfungsverfahren vorausgeht, bei dem ein Patentprüfer die Erfindung einer kritischen Analyse in Hinblick auf Neuheit und erfinderische Tätigkeit unterzieht. Geschützt werden können alle technischen und industriell anwendbaren Erfindungen. Dazu zählen neben neuartigen Maschinen, Materialien und chemischen Verbindungen auch Herstellungsverfahren. Immer größere Bedeutung gewinnen auch computerbasierte Erfindungen, etwa aus dem Bereich des autonomen Fahrens.

Star Wars lässt grüßen: 20th Century Fox Films lies sich 1980 das Design dieses Raumschiff-Spielzeugs in den USA schützen.20th Century Fox Films
Star Wars lässt grüßen: 20th Century Fox Films lies sich 1980 das Design dieses Raumschiff-Spielzeugs in den USA schützen.

Gebrauchsmuster – viel mehr als der „kleine Bruder“

Neben Patenten gibt es in vielen Ländern auch noch die Möglichkeit, ein so genanntes Gebrauchsmuster anzumelden. Von vielen immer noch als „kleines Patent“ belächelt, bieten sie einige nicht zu verachtende Vorteile. So ist es möglich, über ein Gebrauchsmuster innerhalb weniger Monate ein durchsetzbares Schutzrecht zu bekommen, aus dem man gegen Nachahmer vorgehen kann. Möglich wird das durch den Wegfall des Prüfungsverfahrens – das Gebrauchsmuster ist ein so genanntes ungeprüftes Schutzrecht. Deswegen ist es besonders geeignet in Bereichen, in denen der Unternehmer den Stand der Technik gut kennt. Zusätzlich lässt sich durch eine Recherche sicherstellen, dass die angemeldete Erfindung auch tatsächlich rechtsbeständig ist.

Designs – nicht nur für die Modebranche

Spätestens seit den legendären Streitigkeiten zwischen Apple und Samsung ist es bekannt: Designschutz ist längst vom Soft IP zum scharfen Schwert geworden. Dabei ist dem Designschutz grundsätzlich jegliche räumliche Ausgestaltung eines Produkts zugänglich. Das kann von der Flaschenform über die Anordnung von Knöpfen bis hin zu den Umrissen einer Maschine gehen. Wichtig hierbei ist nur, dass die Gestaltung auf ästhetischen Grundlagen und nicht etwa auf technischen Überlegungen beruht. Designs werden für eine Dauer von 25 Jahren eingetragen und können auch für die gesamte EU beantragt werden.

Maßgeschneiderte Lösungen

Innovationsmanagement kann nur dann gelingen, wenn es optimal auf die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst ist. Ein guter Dienstleister sollte daher nicht einen One Size Fits All-Approach anbieten, sondern im Dialog individualisierte Lösungsansätze erarbeiten. Unabdingbar für erfolgreiche Innovation ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen IP-Manager und Unternehmensführung. In enger Kooperation wird so eine Strategie festgelegt, mit deren Hilfe die eigene Position wirkungsvoll gegenüber der Konkurrenz geschützt werden kann. Das schärft das Unternehmensprofil auf Dauer, denn Innovationsmanagement ist ein Marathon, kein Sprint.

Kurz vorgestellt

Die Patentanwaltskanzlei Stolmár & Partner Patentanwälte wurde 2001 in Stuttgart gegründet. Weitere Standorte in München, Hamburg, Genf und in der Bodensee Region zeugen vom Erfolg der Spezialisten. Heute gehören zwölf Patent- und Rechtsanwälte sowie über 20 Mitarbeiter zu der mittelgroßen Kanzlei, die als kompetenter Partner das ganze Spektrum des gewerblichen Rechtsschutzes abdeckt. „Wir sind für unsere Mandanten in Europa und weltweit mit Hilfe eines Netzes bewährter und erfahrener ausländischer Kollegen tätig, das alle Industrienationen der Welt abdeckt“, unterstreicht Inhaber Dr. Matthias Stolmár. Die Kanzlei setzt dabei vor allem auf langfristige Mandatsbeziehung. „Wir bevorzugen eine gut vorbereitete und intensive Diskussion der Angelegenheiten mit konkreten Lösungsvorschlägen, denn nur wer diskutiert, versteht sein Gegenüber“, ist Dr. Stolmár überzeugt. Zudem ist dem Unternehmen Transparenz sehr wichtig: „Nur wer vertraut, arbeitet auch gut zusammen. Unsere Mandanten sind immer gut über ihre Angelegenheiten informiert. Ehe wir Kosten verursachen, fragen wir bei unseren Mandanten nach“, unterstreicht der Kanzlei-Inhaber. Ein Kompetenzschwerpunkt der Kanzlei ist die Begleitung mittelständischer Unternehmen in China und Korea.

www.stolmar-ip.com

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