Energie & Umwelt

Klimaneutralität: buy it!
Mit Contracting Ziele erreichen

Stefan Schwan

Der globale CO2-Ausstoß nähert sich rasant dem Niveau von vor der Corona-Pandemie, so das besorgniserregende Ergebnis des neuen Klimaberichts des Forschungsprojekts „Global Carbon Project 2021“. Wie können Unternehmen jetzt agieren, um dem Klimawandel wirksam entgegenzutreten? Dieser Frage sind das Handelsblatt Research Institute, der Bundesverband mittelständische Wirtschaft und Engie Deutschland in einer gemeinsamen Studie nachgegangen – mit wichtigen Impulsen für die Zukunft.

Klimaneutralität steht immer weiter oben auf der Agenda des Mittelstands.

Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Klimaneutralität sind die zentralen Aufgaben unserer Zeit – darüber sind sich Politik, Gesellschaft und Wirtschaft einig. Gerade dem Mittelstand, dem Rückgrat der deutschen Wirtschaft, kommt bei der Dekarbonisierung eine äußerst wichtige Rolle zu. Doch wie ist der Status quo in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU)? Welche Faktoren erschweren und welche Aspekte beschleunigen den Transformationspfad? Und wie lässt sich Klimaneutralität aus Sicht der Unternehmen konkret verwirklichen? Antworten auf diese Fragen gibt die neue Studie „Klimaschutzpolitik im Unternehmen: Make it or buy it“, die das Handelsblatt Research Institute (HRI) in Kooperation mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und im Auftrag der Engie Deutschland durchgeführt hat. Die Studie ist die erste Arbeit, die sich in diesem Umfang mit dem Thema befasst. Ihre empirische Basis ist eine Umfrage, die das HRI Mitte 2021 unter KMU in ganz Deutschland durchgeführt hat.

Mittelstand mit ambitionierten Klimazielen

Die Ergebnisse zeigen klar: Der deutsche Mittelstand ist sich längst darüber bewusst, wie bedeutend eine nachhaltige Ausrichtung ist. So messen zwei Drittel der Befragten dem Erreichen der CO2-Neutralität eine hohe Priorität bei und betrachten dieses Ziel (eher) als Chance. Insbesondere wollen sie die energetische Modernisierung ihrer Produktionsprozesse und Gebäude voranbringen. Fast drei Viertel möchten bereits bis 2030 klimaneutral werden – ein sehr ambitionierter Zeithorizont, der verdeutlicht, dass es keinesfalls um das „Ob“ geht. Vielmehr stehen Mittelständler vor der großen Frage nach dem „Wie“: In der Studie geben mehr als die Hälfte der KMU an, nicht über ausreichend personelle Ressourcen und technologische Expertise in Fragen der Energieversorgung und der Energieeffizienz zu verfügen. Ebenso mangelt es fast drei Vierteln an Know-how, welche öffentlichen Fördermöglichkeiten sie für betriebliche Klimaschutzmaßnahmen in Anspruch nehmen könnten. Mit anderen Worten: Nur ein Viertel der vom HRI befragten Unternehmen sieht sich aktuell in der Lage, die notwendigen Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität alleine gehen zu können.

Langfristige Partnerschaft als Lösung

Das verwundert wenig, wenn man die Komplexität der Aufgabe bedenkt, die in der Tat viel Know-how und Manpower verlangt, um im angestrebten Zeitrahmen zum Erfolg führen zu können. Wie dieses Dilemma lösen? Welche Vorgehensweise hilft den Mittelständlern dabei, sich klimaneutral auszurichten? Auch dazu zeigt die Studie eine eindeutige Haltung auf. Deutlich mehr als die Hälfte der Befragten ziehen eine langfristige Partnerschaft mit externen Dienstleistern in Betracht. Insbesondere Contracting-Modellen stehen sie dabei offen gegenüber. Der große Vorteil liegt auf der Hand: Dienstleister wie Engie Deutschland besitzen die Expertise und die Erfahrung, um Unternehmen fundiert zu beraten und alle notwendigen Prozesse auf dem Transformationspfad zuverlässig zu begleiten.

Erfolgsmodell Contracting

Derzeit ist Contracting im deutschen Mittelstand noch wenig verbreitet, obgleich entsprechende Modelle bereits seit rund 30 Jahren auf dem Markt existieren. Seither haben sie sich in Einrichtungen der öffentlichen Hand – von Museen bis hin zu Schulen – vielfach bewährt. Die Studie verdeutlicht nun, dass Contracting auch für KMU ein probates Mittel ist, um selbst ambitionierte Klimaschutzziele zu erreichen. Das Team der Engie Deutschland bietet verschiedene Modelle an: Beim Energieliefer-Contracting erhalten Unternehmen modulare Dienstleistungen für ihre gewünschte Energieversorgung. Im Unterschied dazu liegt der Fokus beim Energiespar-Contracting darauf, Energieverbräuche zu reduzieren. Das Energieeffizienz-Contracting wiederum vereint die Vorteile dieser beiden Ansätze: Im ersten Schritt optimieren die Expertinnen und Experten die Energieeffizienz von Anlagen und Gebäuden und reduzieren dadurch den Energieverbrauch, bevor sie dann im zweiten Schritt die benötigte Energie zu fest vereinbarten Bedingungen liefern.

Rundum-sorglos-Paket für Nachhaltigkeit

Unabhängig davon, welches Contracting-Modell zum Einsatz kommt, ist eines immer gleich: Die Expertinnen und Experten von Engie erarbeiten ein maßgeschneidertes Konzept, das die jeweiligen personellen, finanziellen und baulichen Gegebenheiten des Unternehmens berücksichtigt. Als Contractor übernimmt der Klimaneutralitätspartner auf Wunsch die Planung, die Finanzierung, den Bau, den Betrieb und die Wartung der Anlagen sowie die Kommunikation mit Behörden. Ebenso gehen die Betreiber- und Betriebsrisiken auf den Spezialisten über – während der Kunde als Contracting-Nehmer durch modernste Techniken von maximaler Energieeffizienz und reduzierten CO2-Emissionen profitiert. Die Einsparungen werden vertraglich garantiert; sollten diese einmal nicht erreicht werden, erhält der Contracting-Nehmer eine Ausgleichszahlung. Kurzum: Dank dieses Rundum-sorglos-Pakets können sich Unternehmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren – und sich gleichzeitig klimaneutral ausrichten. Ein kleiner, aber doch wichtiger Beitrag dazu, dass der nächste Global-Carbon-Klimabericht weniger drastisch ausfallen könnte.

Kurz vorgestellt

Engie Deutschland ist der Klimaneutralitätspartner für den Mittelstand und steht Unternehmen mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Energiemanagement und mit umfangreichem Know-how in der Gebäude- und Anlagentechnik sowie beim Betrieb von Liegenschaften zur Seite. Dafür sind derzeit rund 4.500 Mitarbeitende an 50 Standorten in ganz Deutschland in allen Wirtschaftsbranchen im Einsatz. So zählen beispielsweise der Tafelschokoladenhersteller Ritter Sport, der Produzent von Säuglingsnahrung Milupa, das Technologieunternehmen Bitzer und der Projektentwickler Edge zum Kundenstamm. Dabei haben alle Projekte eines gemeinsam: Für das Unternehmen ist die fortlaufende Optimierung von Anlagen und Prozessen mit dem Ziel der Klimaneutralität die Unternehmensmission. Dafür setzt der deutschlandweit führende Spezialist für gebäudetechnischen Anlagenbau, Facility Management, Energiemanagement, Energieerzeugung, Energieversorgungs- und Mobilitätskonzepte sowie industrielle Kältetechnik aus Prinzip auf eine unabhängige Beratung.

Das Unternehmen profitiert vor einer starken internationalen Zusammenarbeit und einem umfangreichen Kompetenz- und Erfahrungsaustausch: Es ist Teil der französischen Engie-Gruppe, einer weltweiten Referenz im Bereich kohlenstoffarmer Energien und Dienstleistungen. Gemeinsam mit rund 170.000 Mitarbeitenden in mehr als 70 Ländern, den Kunden, Partnern und Stakeholdern setzt sich die Engie S.A. dafür ein, den Übergang zu einer CO2-neutralen Welt zu beschleunigen.

www.engie-deutschland.de