Planen & Führen

Krise, komm nur!
Wie wir an Wendepunkten unser Bestes geben

Andreas J. Schneider

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, heißt es. Doch sobald es existentiell wird, springt er an und ist bereit, alles in Frage zu stellen. Gewohnheiten, die sich nicht mehr bewähren, werden dann ersetzt, ausgetauscht, über Bord geworfen.

Krise nennt man das auch – ein Wendepunkt, ab dem nichts mehr so ist wie zuvor. Was dramatisch klingt und oft auch ist, ist seit Menschengedenken auf der Tagesordnung – natürlich nicht täglich, jedoch immer wieder, existentielle Lebenssituationen eben. Die alten Griechen wussten genau, warum sie dafür das Wort „krisis“ verwendeten – denn darin steckt Beurteilung, Entscheidung; im zugehörigen Verb „krinein“ auch trennen und unterscheiden. Ja, Krisen fordern uns Menschen ganz, denn jetzt beurteilen wir die Lage, trennen Wichtiges von Unwichtigem und entscheiden dann. In Krisen braucht‘s daher einen klaren Kopf, einen glasklaren.