Planen & Führen

Nachfolge im Fokus
Neuer MBA-Studiengang an der THD

Peter Apfelbeck

Bereits seit 2002 bietet die Technische Hochschule Deggendorf (THD) berufsbegleitende MBA-Studiengänge an. Erster Studiengang war dabei der „MBA General Management“, bevor wenige Jahre später der „MBA Unternehmensgründung und -führung“ mit ins Programm aufgenommen wurde. Im Sommersemester 2022 kommt jetzt der MBA-Studiengang „Unternehmensnachfolge“ dazu.

Die beiden ersten Studiengänge erfreuten sich über die Jahre einer regen Nachfrage und haben mittlerweile mehrere hundert Absolventen. Sie alle schätzen die familiäre Atmosphäre und die professionelle Betreuung am Zentrum für Akademische Weiterbildung der THD. Sich auf dem Erfolg dieser beiden Studiengänge auszuruhen, war für die Verantwortlichen an der THD keine Option. Daher entwickelten sie die Programme weiter, um auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige Management-Ausbildung anzubieten, basierend auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Dabei wurde ein Konzept entwickelt, auf dem alle Programme aufbauen. Neben dem „MBA General Management“ und dem „MBA Business Development & Entrepreneurship“ bietet das Zentrum für Akademische Weiterbildung der THD nun auch einen „MBA Unternehmensnachfolge“ an, der sich speziell an Familienunternehmer richtet. Zielgruppe dieses Studiengangs sind in erster Linie:

  • Nachfolger für den elterlichen Betrieb von kleinen und mittleren Unternehmen, die sich im Nachfolgeprozess befinden
  • Familienunternehmer und Angehörige, die das Fortbestehen des Familienbetriebs sichern wollen
  • leitende Angestellte und Führungskräfte in kleineren Unternehmen, die eine Neuausrichtung des Unternehmens planen
  • Juristen und Unternehmensberater, die Unternehmen in Nachfolgeprozessen beraten und begleiten
  • Betriebswirte und Nachwuchsführungskräfte, die die Übernahme eines Unternehmens anstreben

Aktive Begleitung des Prozesses

Der Studiengang ermöglicht es den Teilnehmern, ihren eigenen individuellen Nachfolgeprozess während des Studiums zu planen, zu gestalten und betreuen zu lassen. In den schriftlichen Studienarbeiten während des Studiums und in der Masterarbeit können die Studierenden Problemstellungen im Rahmen des Nachfolgeprozesses genauer darstellen und Lösungsansätze dazu erarbeiten. Der MBA vermittelt den Studierenden fundiertes Wissen zur Unternehmensnachfolge und begleitet aktiv den Nachfolgeprozess. Die Teilnehmer lernen, Familienunternehmen zukunftsfähig zu strukturieren, zu bewerten und die Finanzierung sicherzustellen. Darüber hinaus werden den Studierenden anhand von praxisrelevanten Beispielen moderne Managementkenntnisse vermittelt, die auf fundierten betriebswirtschaftlichen Kompetenzen und Fähigkeiten mit internationaler Ausrichtung basieren. Gleichzeitig erwerben die Studierenden ein Verständnis für Digitalisierung und datengetriebene Geschäftsmodelle und deren Anwendung in der Praxis.

Umfassendes Rüstzeug für Zukunft

Das Grundgerüst des neuen MBA-Konzepts bildet künftig ein „Studium Generale“ in den ersten beiden Semestern. Dabei werden die Teilnehmer aller drei MBA-Studiengänge gemeinsam zu grundlegenden Themen wie Projektmanagement, Marketing oder Führungsmanagement unterrichtet. Neben klassischen Themen wie kaufmännische Unternehmensführung lernen die Nachwuchsführungskräfte im MBA auch Themen wie Risiko- und Compliance-Management einzuordnen und mit den Trends der Digitalisierung umzugehen. Im neuen MBA-Konzept wird noch stärker auf Abwechslung bei den Dozenten geachtet. Das ist besonders dem Leiter des Studiums Generale, Prof. Berg, ein Anliegen: „Bei umfangreichen Themen profitieren die Studierenden davon, wenn nicht nur ein Dozent lehrt. Große Module werden wir daher stärker als bisher splitten. Zudem wollen wir auch mehr Gastvorträge einbauen.“ In allen drei Schwerpunkten stellt das Thema Digitalisierung und der damit einhergehende technologische Wandel einen besonderen Fokus dar. Hierzu ist ein Verständnis für Statistik und deren Anwendung in künstlicher Intelligenz unabdingbar. MBA-Absolventen als künftige Führungskräfte müssen diese Themen verstehen und entscheiden können, wann, wo und wie diese Konzepte gewinnbringend in Unternehmen eingesetzt werden können.

Der Campus der der Technischen Hochschule Deggendorf (THD).THD
Der Campus der der Technischen Hochschule Deggendorf (THD).

Einzigartig in Deutschland

Ein MBA speziell zum Thema Unternehmensnachfolge und Familienunternehmen ist in dieser Form deutschlandweit einzigartig. Die Inhalte dazu umfassen sowohl die Bereiche Recht und Steuern, als auch Prozesse und Varianten der Unternehmensnachfolge. Darüber hinaus ist in diesem MBA auch ein einwöchiger Auslandsaufenthalt inkludiert, bei dem die Teilnehmer Familienunternehmen im Ausland kennenlernen und anhand von Best-Practice-Beispielen lernen, wie andere Betriebe mit dem Thema Nachfolge umgehen und welche Lösungen sie gefunden haben, um den erfolgreichen Fortbestand des Unternehmens zu sichern.

Das neue Studienkonzept wird zum Sommersemester 2022 erstmalig starten und Bewerbungen für den Studiengang sind bereits ab sofort möglich. Für alle Interessierten finden zudem regelmäßige Informationsabende statt, bei denen der „MBA Unternehmensnachfolge“ und das Konzept eines berufsbegleitenden Studiums genauer vorgestellt werden. Die Termine dazu und weitere Informationen sind unter https://dn.rpv.media/394 zu finden.

Kurz vorgestellt

Seit fast 20 Jahren bietet das Zentrum für Akademische Weiterbildung (ZAW) als Teil der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) berufsbegleitende Weiterbildungsprogramme für Arbeitnehmer und Unternehmen aus der Region an. In dieser Zeit ist das ZAW kontinuierlich gewachsen und hat stetig neue berufsbegleitende Programme ins Leben gerufen. Bereits weit über 1.500 Absolventen nutzten die Weiterbildungsmöglichkeiten aus den Bereichen Wirtschaft, Technik und Gesundheit. Hervorzuheben ist hierbei besonders die große Bandbreite der Weiterbildungsangebote. Neben Studiengängen und Hochschulzertifikaten werden auch individualisierte Inhouse-Schulungen für Unternehmen angeboten. Die Weiterentwicklung der Mitarbeiter in einem Unternehmen ist sowohl für das Unternehmen, als auch für die Person an sich von hoher Bedeutung und großem Nutzen. Der sofortige Theorie-Praxis-Transfer hat Vorteile für Studierende und deren Arbeitgeber. Zudem sind die Studierenden und Zertifikatsteilnehmer angehalten, Probleme aus dem beruflichen Alltag in die Seminare miteinzubringen. Die Mitarbeiterzufriedenheit sowie die Mitarbeiterbindung und -motivation können durchaus durch Anreize wie Weiterbildungen angehoben werden. So profitiert nicht nur der Arbeitnehmer, sondern auch das Unternehmen von einem topmotivierten Mitarbeiter. Mitarbeiter die eine berufsbegleitenden Weiterbildung absolvieren, beweisen eine hohe Belastbarkeit sowie großes Engagement und entwickeln sich auch persönlich enorm weiter. 

www.th-deg.de