Mobilität & Flotte

Nachhaltig mobil
So gelingt die Elektrifizierung der Flotte

Drazen Nikolic

Für viele Familienunternehmen werden Nachhaltigkeit und Klimaschutz immer wichtiger. Um den CO2-Fußabdruck zu verringern, bietet sich die Elektrifizierung der Pkw-Flotte an. Doch wie gestaltet sich der Umstieg auf „E“ am einfachsten und sinnvollsten? Was gilt es bei der Planung und Installation zu berücksichtigen?

Strom statt Benzin zu tanken, ist die Zukunft. Während bislang einzig die Tankstelle die Anlaufstelle war, so gibt es nun verschiedene Orte, an denen das E-Auto geladen werden kann: zu Hause, am Arbeitsplatz und unterwegs. Vor allem das Laden zu Hause und am Arbeitsplatz ist wesentlich, denn hier steht das Auto die meiste Zeit. Die öffentliche Ladeinfrastruktur ist ergänzend wichtig, für die Mobilität im Alltag aber nicht entscheidend. Laut Bundesverkehrsministerium werden im Schnitt nur zwei Fahrten und rund 30 Kilometer pro Tag zurückgelegt, nur ein Prozent aller Fahrten sind länger als 100 Kilometer (zur Studie: dn.rpv.media/3q).

Solides Konzept als Grundlage

Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihre Pkw auf Elektroantrieb umstellen möchten, sind gut beraten, zunächst mit einem gut ausgearbeiteten Konzept zu starten, das auch die Zukunft berücksichtigt. Wo heute nur zwei E-Pkw geladen werden, können es bald schon zehn, 20 oder mehr sein. Dies wirkt sich entsprechend auf den Strombedarf und die Last aus. Unternehmen müssen heute in skalierbaren, sicheren und auf die örtlichen Gegebenheiten ausgerichteten Dimensionen denken. Zugleich gilt es zu vermeiden, dass Stück für Stück Einzellösungen installiert werden, die nicht aufeinander abgestimmt sind und später nur schwer miteinander harmonieren. Teil des Konzeptes ist auch die Frage, wie die Mitarbeitenden zu Hause laden können. Hier gibt es je nach Wohnsituation unterschiedliche Voraussetzungen. Die Möglichkeit, das Fahrzeug darüber hinaus unterwegs laden zu können, schafft Sicherheit, immer mit voller Batterie unterwegs zu sein.

Strom statt Benzin tanken wird die Zukunft.2020 K. SEIFERT
Strom statt Benzin tanken wird die Zukunft.

Transparente Abrechnung

Ein Aspekt, der fürdie Flottenverantwortlichen und Mitarbeitende besonders wichtig ist, ist die transparente Abrechnung und das einfache Laden ohne umständliche Anmeldeprozesse, jederzeit und überall. Dank neuester Technologie ist es möglich, sich an allen Ladeorten nur einmalig mit einer sogenannten RFID-Karte oder per App authentifizieren zu müssen. Ein Portemonnaie mit mehreren Ladekarten gehört damit der Vergangenheit an. Die Anmeldung und Abrechnung laufen automatisiert ab, das heißt die Mitarbeitenden müssen keine einzelnen Abrechnungen vorlegen. Die Buchhaltung hat die Ladevorgänge zentral und digital vorliegen und somit die Kosten immer im Blick.

Intelligente Ladeboxen sind Trumpf

Wer heute Ladeboxen installiert, sollte auf intelligente Lösungen setzen. Diese Boxen lassen sich mit dem Internet verbinden, sodass Ladevorgänge eingesehen und per App gesteuert werden können. Darüber hinaus können die Boxen untereinander kommunizieren. Das ist vor allem wichtig, wenn mehrere Pkw gleichzeitig geladen werden. Durch Echtzeit-Analysen können sich intelligente Ladelösungen an vorhandene Netzkapazitäten anpassen. Die automatische Steuerung der Ladeboxen sorgt dafür, dass jedes angeschlossene Auto einen entsprechenden Ladeanteil erhält, ohne das Netz zu überfordern – auch Lastmanagement genannt. Es ist möglich, den aktuellen Ladezustand des Fahrzeugs mit zu berücksichtigen, um so die Ladezeiten unterschiedlicher Pkw zu optimieren. Das birgt am Ende einen Preisvorteil, da genau dann geladen wird, wenn der Strom am günstigsten ist. Ein weiterer Vorteil: Intelligente Ladeboxen mit 11 kW Leistung werden im Rahmen von verschiedenen Förderprogrammen gefördert. Bei der Wahl der richtigen Ladebox sollte jedoch darauf geachtet werden, dass diese herstellerunabhängig funktionieren, sodass Unternehmen auch auf der sicheren Seite sind, wenn die Flotte aus Fahrzeugen unterschiedlicher Pkw-Hersteller besteht.

Eine runde Sache: E-Pkw, Ökostrom und PV-Anlage

Wer seine Flotte elektrifiziert, sollte darauf achten, Ökostrom zu beziehen. Denn nur dann wird die Elektromobilität wirklich zu einer klimafreundlichen Sache. Außerdem ist es möglich, die Ladelösungen für E-Pkw in Konzepte für klimafreundliche Bürogebäude einzubinden. Beispielsweise kann vor Ort geprüft werden, ob auf dem Firmengelände die Einbindung von PV-Anlagen sinnvoll ist. Perspektivisch können mittels Software sogar das Energiemanagement und/oder das CO2-Monitoring des gesamten Bürogebäudes effizienter gestaltet werden. Die Kopplung von Mobilität und Energie werden zukünftig schließlich immer wichtiger.

Kurz vorgestellt

Envision Digital ist eines der führenden Greentech-Unternehmen der Welt mit Fokus auf die digitale Transformation der Energiebranche, um Energie effizienter zu nutzen und damit das Klima zu schützen. Herzstück dafür ist das unternehmenseigene Energy Operating System EnOS, eine Software, die künstliche Intelligenz (AI) mit dem Internet of Things (IoT) verbindet. In Deutschland bietet das Tochterunternehmen mit „Charging by EnOS“ im Segment der Elektromobilität ein All-in-One-Paket für private Ladestationen sowie Firmenflotten an. Das Paket umfasst die intelligente Ladebox, eine professionelle Installation sowie einen attraktiven Ökostromtarif samt Smartmeter. Die Ladelösung lässt sich über AIoT ins smarte Gebäude integrieren. Unternehmenssitz ist München.

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