Nachfolger im Gespräch

Nicht von Anfang an ein Thema
Lust auf die Nachfolge bekommen

Hendrik Fuchs

Bei der Gustav Daiber GmbH steht zum Jahreswechsel die Übergabe an die nächste Generation an. Der 43-jährige Kai Gminder wird ab dann die Geschicke des Corporate-Fashion-Herstellers lenken. Im Interview gibt er einen Einblick in den Nachfolgeprozess.

Ab 2021 löst Kai Gminder (l.) in vierter Familiengeneration Rolf Daiber als Geschäftsführer ab.

Ursprünglich wollten Sie nach Ihrem Studium in Werbeagenturen oder im Markenmanagement großer Automobilkonzerne arbeiten. Was hat Sie schließlich dazu bewogen, stattdessen eine Karriere im Unternehmen Ihres Onkels zu starten?

Ganz ursprünglich war mein Plan, Bauingenieurwesen oder Architektur zu studieren. Deswegen wollte ich auch einmal mit nach Hongkong. Nicht wegen dem Unternehmen, sondern wegen der Architektur. Dort habe ich dann aber so viele Kontakte bekommen und einen so guten Einblick in das Geschäft erhalten, dass es mir keine Ruhe gelassen hat. Und so absolvierte ich in einem ersten Schritt ein solides BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing-Kommunikation.