Versicherung & Vorsorge

Rüsten gegen Kurzschluss & Co.
Elektronikversicherung zahlt sich aus

Carmen Pfeiffer

Der richtige Versicherungsschutz ist für jedes Unternehmen wichtig. Doch gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sorgen oft nicht ausreichend vor. Eine Sach- und betriebliche Haftpflichtversicherung haben noch die meisten. Doch welche Versicherungen braucht ein Betrieb sonst noch? Welche Risiken gilt es außerdem abzusichern? Hier kommt zum Beispiel die Elektronikversicherung ins Spiel.

Die Digitalisierung verändert kurz- wie langfristig alle Unternehmen und unsere Arbeitswelt. Die Zahl elektronischer Geräte nimmt kontinuierlich zu: im Büro, im Homeoffice und unterwegs. Immer mehr Prozesse werden elektronisch gesteuert. Viele kleine und mittlere Unternehmen verfügen über hochwertige elektronische Anlagen, die es abzusichern gilt. Denn trotz ausgereifter Technik, fachmännischer Bedienung und regelmäßiger Wartungen lassen sich Schäden nicht vermeiden. Gut, wenn der Betrieb dann durch eine Elektronikversicherung geschützt ist.

Typische Schäden

Die häufigsten Schäden im Elektronikbereich werden mit rund einem Drittel durch Kurzschluss, Überspannung oder Induktion verursacht, gefolgt von Bedienungsfehlern, Überlastung und technischem Versagen. Manchmal reicht schon eine falsche Handbewegung und ein Mitarbeiter stößt aus Versehen eine volle Tasse Kaffee um. Kommt es dadurch zum Kurzschluss im Notebook, wird nicht nur das Notebook beschädigt, auch können wichtige Daten verloren gehen. Eine Elektronikversicherung übernimmt im Schadenfall die Kosten für Wiederbeschaffung und Reparatur. Auch nicht unerheblich: Rund 15 Prozent der Schäden werden durch Diebstahl außerhalb des Betriebs verursacht. Vor allem diese elektronischen und elektrotechnischen Anlagen sind in Unternehmen vorhanden, in der Regel aber nicht ausreichend geschützt:

  • Daten-, Kommunikations- und Bürotechnik, etwa PCs, Notebooks, Kopierer
  • Brandmelde- und Zutrittskontrollanlagen,
  • Mess- und Prüftechnik, zum Beispiel elektronische Kassen und Waagen,
  • Satz- und Reprotechnik wie Foto- und Lichtsatzanlagen
  • Bild- und Tontechnik, etwa Fernseh- und Videoanlagen

Neue Anforderungen durch Homeoffice

Neue Schadensszenarien ergeben sich zudem insbesondere durch Corona und die dadurch getriebene Zunahme von Homeoffice. Wichtig ist es, bei Abschluss einer Elektronikversicherung hier darauf zu achten, dass zum Beispiel auch alle firmeneigenen Geräte, die Mitarbeitende zum mobilen Arbeiten im Homeoffice nutzen, mit abgesichert sind. Das Gleiche gilt auch für private Technik, die Mitarbeitende im Homeoffice nutzen. Man spricht hier von BYOD (Bring Your Own Device) – auch diese Nutzung der privaten Technik sollte durch die Elektronikversicherung des Betriebs abgesichert sein. So sieht moderner und vor allem zeitgemäßer Versicherungsschutz aus.

Praktische Lösungen für kleine Betriebe

Kleine oder mittelgroße Betriebe verfügen häufig über eine überschaubare Ausstattung an technischem Equipment – aber auch dieses sollte gut abgesichert sein. Hierfür besteht im Versicherungsmarkt die Möglichkeit, die technischen Geräte über einen optionalen Baustein „Elektronik“ in Zusammenhang mit einer gewerblichen Sach-Inhaltsversicherung abzusichern, etwa mit einer festen Versicherungssumme bis 20.000 Euro. Eine eigene Elektronikversicherung ist aber auch für diese Fälle denkbar.

Unterschied zur Sach-Inhaltversicherung

Wer sich jetzt fragt, ob die betriebliche Technik nicht schon über die Sach-Inhaltversicherung ausreichend abgesichert ist, hört ein klares Nein. Die Sach-Inhaltversicherung schützt gegen Schäden durch Feuer, einen Einbruch mit Diebstahl, bei Schäden durch Sturm, Hagel oder Elementargefahren. Darüber hinaus ist die technische Ausstattung von Unternehmen mit einer Elektronikversicherung auch gegen Ungeschicklichkeit oder unsachgemäße Handhabung geschützt, ebenso wie gegen Bedienfehler. Auch Schäden durch die Einwirkung des elektrischen Stroms wie Seng-, Glimm- und Schmorschäden sind abgedeckt, aber auch Schäden durch einen indirekten Blitzschlag – also durch Überspannung, Induktion, Influenz. Zudem besteht Schutz bei Schäden durch Diebstahl, Vorsatz, Sabotage, Konstruktions-, Material- und Ausführungsfehler und vielem mehr.

Zusätzlicher Schutz für Fuhrpark

E-Autos sind unser Ticket in eine nachhaltige Zukunft. Sie verringern den betrieblichen CO2-Ausstoß, werden immer energieeffizienter und auch immer beliebter. Hat ein Unternehmen schon einen E-Fuhrpark, so bietet sich ein Zusatzbaustein „E-Mobilität“ zur Ergänzung der Elektronikversicherung an. Über einen solchen Baustein lassen sich Ladekabel, stationäre und mobile Ladestationen und Wallboxen zum Laden von Elektrofahrzeugen einfach mit absichern.

Pauschale Versicherungssumme

Wie ermitteln Unternehmen die Versicherungssumme, die sie zur Absicherung benötigen? Dies geschieht ganz einfach: Die Versicherungssumme wird aus dem jeweiligen Neuwert aller technischen Geräte gebildet. Hier reicht häufig eine pauschale Versicherungssumme für alle zu versichernden Anlagen und Geräte aus. Die Geräte brauchen also nicht einzeln erfasst zu werden. Neue Geräte und Anlagen, die hinzukommen, sind in der Regel automatisch und beitragsfrei als Vorsorgeversicherung, zum Beispiel bis zu 50 Prozent der Gesamt-Versicherungssumme, mitversichert. Darüber hinausgehende Änderungen können dem Versicherer jederzeit mitgeteilt und so Versicherungssumme und Prämie einfach an den geänderten Bedarf angepasst werden.

Kurz vorgestellt

Die Basler Versicherungen mit Sitz in Bad Homburg sind seit über 150 Jahren auf dem deutschen Markt tätig. Sie bieten Versicherungs- und Vorsorgelösungen in den Bereichen Schaden- und Unfall- sowie in der Lebensversicherung an. Die Produkte der Gesellschaft erhalten in allen Bereichen vielfältige renommierte Auszeichnungen. Das Unternehmen bietet zeitgemäße, moderne und bedarfsorientierte Versicherungslösungen für ihre Kunden an – sowohl für Privat- als auch Firmenkunden. Darüber hinaus steht die Marke Basler für Sicherheit, Einfachheit und Partnerschaft. Sicherheit ist die Grundlage für jede Leistung, jeden Service und jedes Produkt. Einfachheit drückt die Ambition der Gesellschaft aus, mit unkomplizierten Produkten, einfachen Prozessen und klarer Kommunikation ein herausragendes Kundenerlebnis zu ermöglichen. Partnerschaft ist eine der größten emotionalen Stärken der Basler Versicherungen. Sie basiert auf Wertschätzung und Wertschöpfung – und der Pflege und Vertiefung aller Beziehungen. Die Basler Versicherungen gehören zur Baloise Group, Basel (Schweiz), haben ein Geschäftsvolumen von 1,2 Milliarden Euro und beschäftigen rund 1.500 Mitarbeiter.

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