Energie & Umwelt
Die News Dezember 2022

Versorgung: aber sicher!

So erhalten Unternehmen langfristig planbare Energiekosten

Eine Energieversorgung, die sicher ist. Das klingt in der heutigen Zeit fast utopisch. Jedoch ist dies tatsächlich möglich: Im Rahmen von Contracting-Modellen profitieren Unternehmen von einer Energie- und Medienversorgung zu festen Konditionen. Bei Energiepartnerschaften, die exakt auf die Bedürfnisse von mittelständischen Unternehmen zugeschnitten sind, nimmt Engie Deutschland eine Vorreiterrolle ein.

Stefan Schwan
Lesezeit: ca. 4 Minuten
Engie Deutschland GmbH

Unternehmen in Deutschland sind in Alarmbereitschaft. Das belegt eine Anfang November 2022 veröffentlichte Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter rund 24.000 Betrieben. Corona-Pandemie, Ukrainekrieg, Versorgungskrise und Inflation – all das führt dazu, dass die Befragten eine deutliche Verschlechterung ihres Geschäfts im Jahr 2023 befürchten. Dabei bewerten 82 Prozent der Unternehmen die Energie- und Rohstoffpreise als Geschäftsrisiko. Kein Wunder, denn diese bewegen sich seit Monaten in Rekordhöhen – und eine Trendumkehr zeichnet sich nach wie vor nicht ab.

Mehr Zeit fürs Kerngeschäft

Für Unternehmen heißt das: Sie müssen vor allem ihre Versorgung sicherstellen und ihre Energiekosten auf einem bezahlbaren Niveau halten. Und zwar sowohl kurz- als auch langfristig. Diese Aufgabe ist heute anspruchsvoller als jemals zuvor. Denn sie verlangt außerordentliches technisches Know-how und viel Manpower, die die wenigsten kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) aufzubringen imstande sind. Denn natürlich liegt für sie der Fokus auf ihrem Kerngeschäft, nicht auf hochkomplexen Energie- und Technikaspekten. Was also können Betriebe tun, um einen Ausweg aus dieser Situation zu finden? Einen Ansatz bietet die Studie „Klimaschutzpolitik in Unternehmen: Make it or buy it“ aus dem Juni 2021. Diese hat das Handelsblatt Research Institute (HRI) in Kooperation mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und im Auftrag der Engie Deutschland durchgeführt. Befragt wurden KMU in ganz Deutschland.

Die Liquidität sichern

Eines der zentralen Studienergebnisse: Deutlich mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen ziehen eine langfristige Partnerschaft mit externen Dienstleistern in Betracht, wenn es um Energiethemen und eine klimaneutrale Ausrichtung geht. Insbesondere Contracting-Modelle bewerten sie dabei als ein probates Mittel. Denn Spezialisten wie Engie Deutschland verfügen über die Expertise und über die langjährige Erfahrung, um Unternehmen fundiert zu beraten und sie optimal bei der Umsetzung entsprechender Maßnahmen zu unterstützen. Zwar liegt die Studie gut anderthalb Jahre zurück; das Ergebnis bekommt angesichts der aktuellen Lage aber eine neue Brisanz. Ging es zum Befragungszeitpunkt in erster Linie um eine zukunftsorientierte Ausrichtung im Sinne der Klimaschutzziele, steht inzwischen für viele Betriebe schlichtweg das Überleben auf dem Spiel. Diese Dringlichkeit führt dazu, dass bisher ungenutzte Maßnahmen neu bewertet werden sollten – allen voran das Contracting. Dabei handelt es sich keinesfalls um eine Neuheit, entsprechende Modelle existieren in Deutschland bereits seit mehr als 30 Jahren. In Einrichtungen der öffentlichen Hand haben sie sich seitdem vielfach bewährt, in der Privatwirtschaft frönen sie bislang eher ein Schattendasein. Allerdings ist für KMU jetzt der richtige Zeitpunkt, um dies auf den Prüfstand zu stellen. Denn Contracting-Partnerschaften tragen erheblich dazu bei, die eigene Liquidität zu sichern.

Ein starker Partner an der Seite

Um es auf den Punkt zu bringen: Im Rahmen von Contracting erhalten Unternehmen eine garantierte Energie- und Medienversorgung in vereinbarter Menge und Güte, und zu planbaren Konditionen. Grundsätzlich bietet Engie Deutschland dabei verschiedene Modelle an. Beim Energieliefer-Contracting bekommen Unternehmen modulare Dienstleistungen für ihre gewünschte Energieversorgung – beispielsweise Wärme, Kälte und Strom zur Versorgung des Gebäudes und/oder Betriebsmedien wie Dampf, Druckluft, Stickstoff und Wasser für die Produktionsprozesse. Ein solches Modell setzt das Team des Energiedienstleisters etwa mit großem Erfolg für den Hersteller von Säuglings- und Kleinkindernahrung Milupa im Werk Fulda um. Hingegen liegt der Fokus beim Energiespar-Contracting darauf, Energieverbräuche zu reduzieren und die Energie- und Betriebskosten dauerhaft zu senken. Das vom Contractor prognostizierte Energiesparziel wird garantiert – bei Nichterreichen erhält der Kunde eine Ausgleichszahlung. Das Energieeffizienz-Contracting verbindet die Vorteile dieser beiden Ansätze: Im ersten Schritt optimiert das Engie-Team die Energieeffizienz von Liegenschaften und minimiert somit den Energieverbrauch, bevor dann im zweiten Schritt die benötigte Energie zu fest vereinbarten Konditionen geliefert wird. Sanierungsmaßnahmen und neueste Anlagentechnik führen zudem dazu, dass der Wert der Immobilien steigt – und das komplett ohne eigenen Kapitalaufwand. Für Mittelständler bleiben also mehr Zeit und mehr Budget für ihr Kerngeschäft.

Energie mit Zukunft: Engie und Schott realisieren gemeinsam zwei PPAs, die in ihrer Form in Deutschland neuartig sind. Dabei erhält Schott eine kontinuierliche grüne Stromlieferung aus genau zugeordneten Anlagen und den entsprechenden Herkunftsnachweisen. PNE

Die Zukunft im Blick

Gleichzeitig bleiben Contracting-Partnerschaften für KMU ein ideales Mittel, um sich klimafreundlich auszurichten. Zwar sehen sich viele Firmen angesichts der aktuell akuten Geschäftslage gezwungen, ihre Klimaziele hinten anzustellen – aufgeschoben ist aber selbstverständlich nicht aufgehoben. Grüner zu werden, muss für alle das übergeordnete Ziel bleiben. Der einzige Weg dorthin ist die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Kohle, Öl und Gas sind keine Energieträger mit langfristiger Zukunft. Die Zukunft liegt in den erneuerbaren Energien, das ist seit langen Jahren Konsens. Wer einen sehr hohen Energieverbrauch hat und trotz der hohen Energiepreise die Nachhaltigkeit in den Fokus stellen möchte, sollte ein PPA (Power Purchase Agreement, auf Deutsch: Vertrag für Strombezug aus erneuerbaren Quellen) in Betracht ziehen. Ein neuartiges PPA-Konzept setzen wir derzeit mit Schott um, einem führenden internationalen Technologiekonzern in den Bereichen Spezialglas, Glaskeramik und Glasinnovationen: Im Rahmen von zwei cPPA (Corporate Power Purchase Agreements) erhält der Technologiekonzern eine kontinuierliche grüne Stromlieferung mit physischer Lieferung aus genau zugeordneten Solar- und Windanlagen mit einem Gesamtvolumen von 200 Gigawattstunden. Dabei handelt es sich um eines der deutschlandweit ersten PPA mit dem EKOenergy-Label, einem weltweit anerkannten Non-Profit-Gütesiegel. Dieses belegt, dass der gelieferte grüne Strom extra Nachhaltigkeitskriterien erfüllt und zusätzlich Projekte zur Bekämpfung der Energiearmut finanziert. Beide Modelle, sowohl Contracting als auch PPA, zeigen, dass es sich für Unternehmen gerade in herausfordernden Zeiten lohnt, auf innovative Ansätze zu setzen. Dabei finden wir immer die optimale Lösung – für eine Energieversorgung, die sowohl sicher als auch nachhaltig ist.

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