Bürowelten

Wanderer zwischen den Welten
Hybrides Arbeiten wird bleiben

Burkhard Remmers

Die Digitalisierung ermöglicht es und die Pandemie hat es beschleunigt: Heute lässt sich die Büroarbeit an unterschiedlichen Orten erledigen. Doch was bedeutet das für die Bürogestaltung?

Fließende Linien, freundlich-helle Farben, ein klimafreundlich bespannter Rücken und dreidimensionale Beweglichkeit unterstützen auch zu Hause Wohlbefinden und dauerhafte Leistungsfähigkeit.

Ob im Büro, zu Hause oder im nachbarschaftlichen Co-Working-Space – dank der Digitalisierung, der smarten, transportablen Geräte und des Datenzugangs, wo immer das Internet verfügbar ist, kann Büroarbeit jederzeit und überall stattfinden. In den vielen Monaten der pandemiebedingt verordneten Homeoffice-Zeit wurde der Umgang mit der mobilen Büroarbeit von der übergroßen Mehrzahl der Büromitarbeiterinnen und Büromitarbeiter leidlich gut eingeübt und bewältigt. Ganz unabhängig von der Frage, welche erneuten Restriktionen eine vierte Pandemie-Welle auslösen könnte, scheint eines sicher: So es von den Aufgaben und der heimischen Infrastruktur her möglich ist, wird sich die temporäre, mobile Büroarbeit fest etablieren. Denn denjenigen, die zumindest zeitweise zu Hause arbeiten wollen und können, wird das nicht ernsthaft verwehrt werden können, solange die Leistung stimmt. Sie werden zu Wanderern zwischen den Welten, denen es gelingen muss, in ihren eigenen vier Wänden vom Privat- in den professionellen Dienstmodus umzuschalten – und die umgekehrt für die Zeiten im Büro ein Umfeld erwarten, das vor allem den informellen Austausch, den Teamgeist, die gemeinsame Innovationskraft und die Zusammenarbeit über Team(s)grenzen hinweg unterstützt.

Brücke auch gestalterisch schlagen

Aus den Neurowissenschaften wissen wir, dass Haltung und Verhalten sehr stark durch unbewusste Gewohnheiten und Wahrnehmungen geprägt sind. Klaffen die Welten zu weit auseinander, kann keine gleichbleibende Leistungsfähigkeit erwartet werden. Daher sollte die Brücke zwischen Homeoffice und Büro nicht nur technisch, sondern auch gestalterisch geschlagen werden. Das Gebot der Stunde heißt deshalb „hybride Gestaltung“: Die Büros müssen wohnlicher werden, um im Wettbewerb der Arbeitsorte zu bestehen. Umgekehrt sind professionellere Qualitäten am heimischen Arbeitsplatz gefordert, um auch dort auf Dauer fit und gesund zu bleiben.

Schalenstühle eigenen sich mit entsprechenden Gestellen und passend ausgeführtem Tisch sowohl für das Esszimmer, als auch für den Besprechungsraum im Büro – hier lässt sich ein mit gleicher Schale erhältlicher Drehstuhl unauffällig einreihen.Wilkhahn
Schalenstühle eigenen sich mit entsprechenden Gestellen und passend ausgeführtem Tisch sowohl für das Esszimmer, als auch für den Besprechungsraum im Büro – hier lässt sich ein mit gleicher Schale erhältlicher Drehstuhl unauffällig einreihen.

Bewegungsförderung beim Sitzen

Rückenschmerzen, Übergewicht und depressive Erkrankungen haben im Homeoffice-Jahr 2020 deutlich zugenommen. Weil der Bewegungsradius dort komplett auf die Bedienung von Tastatur und Maus reduziert ist, gehört die Bewegungsförderung beim Sitzen zu den wichtigsten Aspekten der Gestaltung sowohl der Heim- als auch der Büroarbeit. Mehrdimensional bewegliche Bürostühle können hier wie dort dafür sorgen, dass Muskeln und Gelenke aktiviert und entsprechend versorgt werden. Damit sich solche Arbeitsstühle auch in das heimische Umfeld einfügen, sollten sie bei Farben und Bezügen vielfältige Gestaltungsoptionen bieten und in heißen Sommern für eine gute Hinterlüftung des Rückens in den Wohnräumen sorgen. Wenn sie zudem jenseits der üblichen Bürostuhlästhetik zurückhaltend, filigran und transparent gestaltet sind, können sie ihre Qualitäten in beiden Welten ausspielen.

Wer nicht über eine Arbeitsnische oder einen eigenen Raum für die heimische Büroarbeit verfügt, sondern dafür den Küchen- und Esszimmertisch nutzt, wird dort keinen „Fremdkörper“ wie einen Bürostuhl platzieren – und mag er auch noch so gut gestaltet sein. Hier bieten Stuhlfamilien passende Lösungen, die als „Baukasten“ konzipiert sind. Wenn beispielsweise gleiche Sitzschalen mit unterschiedlichen Fußgestellen kombinierbar sind, können sie als Esszimmer- ebenso wie als Arbeitsstuhl ausgeführt werden, der sich dann auch am Tisch nahtlos einfügt. Die Funktions- und Gestaltungsvielfalt von wohnlichen Stühlen mit Massivholzgestell über stapel- oder drehbare Modelle bis zu dynamisch beweglichen Drehstühlen sorgt auch in den unterschiedlichen Bürobereichen für Lösungen aus einem Guss – von der Kantine über Seminarräume bis zu Meetingzonen oder temporär genutzten Arbeitsplätzen.

Entsprechend ausgeführte Konferenz- oder Loungesessel überzeugen in den Managementetagen ebenso wie in hochwertig gestalteten Privaträumen. WilkhahnWilkhahn
Entsprechend ausgeführte Konferenz- oder Loungesessel überzeugen in den Managementetagen ebenso wie in hochwertig gestalteten Privaträumen. Wilkhahn

Wohlbefinden unterstützen

In den Managementbereichen der Büroetagen galt schon immer der Grundsatz, dass sich die Entscheidungsträger wohlfühlen sollen, um ihren verantwortlichen Rollen gerecht werden zu können. Sesselmodelle mit besonders komfortabler Polsterung, die je nach Kontext ebenfalls mit unterschiedlichen Gestellausführungen kombinierbar sind, verbinden gesunde Funktionalität und hochwertige Wohnlichkeit – sei es als vierbeiniger Clubsessel, als mobiler dreh- und höheneinstellbarer Konferenzsessel mit „Active“-Mechanik oder als niedriger Loungesessel für informelle Gespräche in Foyers und Lobbys. In solcherart gestalteten Einrichtungslösungen passen alle Modelle zusammen und schaffen Wiedererkennbarkeit quer durch alle Etagen. Ob im Büro oder zu Hause, sie unterstützen Wohlbefinden mit Leistungsfähigkeit, auch weil sie sich passgenau in unterschiedliche Gestaltungskonzepte einfügen lassen. Solchermaßen gestaltete, hybride Einrichtungslösungen werden zu geschätzten Begleitern für ein ganzes Arbeits- und Privatleben. Mehr Informationen dazu gibt es im Magazin „Homework“, das unter magazin.wilkhahn.com angefordert werden kann.

Zukunftsfähige Arbeitswelten gestalten

Wie kaum ein anderer Möbelhersteller steht Wilkhahn für „Design made in Germany“. 1907 als Stuhlhersteller gegründet, hatte sich das Familienunternehmen frühzeitig zum Pionier moderner Möbelgestaltung entwickelt. Attraktive Gestaltung, perfekte Funktionalität, langlebige Qualität und Umweltverantwortung stehen für eine zukunftsweisende Reputation: Ob Deutscher Umweltpreis, der Bundespreis Ecodesign oder höchste internationale Designpreise – diese Anerkennungen und noch mehr der Erfolg als internationaler Trendsetter belegen den Anspruch, die Lebens- und Arbeitswelten mit der Kraft guter Gestaltung nachhaltig zu verbessern. Deshalb sind alle Produkte darauf ausgelegt, Wohlbefinden, Zusammenarbeit, Identität und Verantwortung über die Profitabilität hinaus zu stärken. Im Sinne eines „Human Centered Workplace“ gilt das sowohl im Büro, wie auch im privaten Kontext. 500 Mitarbeitende am Stammsitz in Bad Münder und in den weltweiten Niederlassungen engagieren sich mit Leidenschaft, Erfahrung und Kompetenz dafür, diese Ansprüche einzulösen.

www.wilkhahn.com