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17. Oktober 2022

Umfrage: Nur jedes dritte deutsche Unternehmen hat Notfallplan für Energie

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Nur knapp jedes dritte deutsche Unternehmen hat einen Notfallplan, um die Energiekrise zu bewältigen. Das geht aus einer gemeinsamen Befragung des Personaldienstleisters Randstad und des Ifo-Instituts unter 700 Personalverantwortlichen hervor. „Je kleiner das Unternehmen, desto seltener wurden Maßnahmen auf den Weg gebracht. Bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden haben 60 Prozent entsprechende Vorkehrungen getroffen. Bei Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden sind es nur noch 15 Prozent“, sagt ifo-Forscherin Johanna Garnitz.

Je nach Wirtschaftszweig würden sich die Herangehensweisen unterscheiden. Die Industrie sei von der aktuellen Energiepreiskrise am stärksten betroffen. Hier hätten sich die Unternehmen mit 43 Prozent bisher am häufigsten auf einen möglichen Engpass vorbereitet. Bei den Dienstleistern seien es 25 Prozent. Im Handel betrage der Wert lediglich 17 Prozent. „In Zeiten des Fachkräftemangels ziehen Unternehmen den Abbau von Personal kaum in Betracht. Vielmehr soll die Belegschaft Überstunden und Urlaub abbauen. Die am häufigsten genannte Energiesparmaßnahme ist allerdings die Senkung der Gebäudetemperatur“, sagt Garnitz. Auch mehr Homeoffice zu gewähren, zieht die Mehrheit der befragten Unternehmen laut Umfrage in Betracht und die Möglichkeit, Angestellte in Kurzarbeit zu schicken. Als eher unwahrscheinliche Maßnahmen gelten den Befragten zufolge die Einschränkung der eigenen Geschäftstätigkeit.