Portraits
1. Mai 2015

Geze feiert 150 Jahre

Als unabhängiges mittelständisches Familien-unternehmen blickt Geze auf eine 150-jährige Geschichte zurück. Seit den Anfängen im Jahr 1863 hat sich das Unternehmen zu einem der Weltmarktführer bei innovativer Gebäudetechnik entwickelt. Mit verschiedenen, über das Jahr verteilten Veranstaltungen wird das Firmenjubiläum gefeiert. Eine Jubiläumszeitung, ein Jubiläumsbuch und eine Jubiläums-Microsite (http://www.150-jahre-geze.de) laden zum Erkunden der Firmengeschichte und vielen anderen wissenswerten Themen rund um das Leonberger Unternehmen ein.

„Geze bewegt seit 1863“

Das Jubiläumsmotto beinhaltet wesentliche Unternehmensziele: Innovationskraft und Zukunftsorientierung. Daraus ergeben sich höchste Ansprüche an die Qualität und den Nutzen der Produkte, Internationalität, solides Wachstum und Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt. Diesen Leitlinien fühlt sich das Unternehmen weltweit verpflichtet. Sie bewegen Menschen und spornen sie dazu an, Spitzenprodukte hervorzubringen, die Türen und Fenster bewegen. Geze bewegt auch die Technologie und ist stolz darauf, seit eineinhalb Jahrhunderten in der Gebäudetechnik maßgebliche Akzente zu setzen.

Vom kleinem Handwerksbetrieb zum Global Player

Die Ursprünge des Unternehmens gehen auf die 1863 gegründete Göppinger Dreherei Vöster & Co. zurück. Reinhold Vöster hätte sie in dritter Generation fortführen können, wäre er in der stürmischen Industrialisierung Stuttgarts nicht neue Wege gegangen. Als Maschinenbauingenieur kaufte und gründete er eigene Baubeschlagunternehmen. Durch den Zusammenschluss mit den Vereinigten Baubeschlagfabriken Gretsch & Co. GmbH im Jahr 1924 ebnete er den Weg für das heutige Unternehmen. Die größten Produkterfolge der Zeit waren so genannte Verkehrsbeschläge für Schiebetüren, die Busse, Straßen- und Eisenbahnwagen in ganz Europa eroberten. Auch in Übersee- und in den Zeppelin-Luftschiffen wurden sie eingebaut. Mit den legendären Geze-Skibindungen wurde olympisches Gold gewonnen. Kaum eine Balkontür oder ein Hebefenster, das im Bauboom der Nachkriegsjahre und des Wirtschaftswunders nicht mit dem Hebetürbeschlag „Huba“ bedient wurde. Den Beginn des Zeitalters automatischer Türen in den 1960er-Jahren bestimmten die Leonberger entscheidend mit.

Reinhold Vöster war 84 Jahre alt, als er sein Lebenswerk 1968 an seine 24-jährige Enkelin Brigitte Vöster übergab. Sie läutete den Wachstums- und Internationalisierungsprozess ein, der bis heute bestimmend ist. 1980 wurde ein Markenname zum neuen Namen des Unternehmens. Aus den Vereinigten Baubeschlagfabriken Gretsch & Co. GmbH wurde die „GEZE GmbH“, die sich fortan auf „Lösungen“ für Türen und Fenster konzentrierte.

Komplettlösungen für „intelligente Gebäude“

Heute gehört das Unternehmen mit Premiumprodukten zu den weltweit Größten der Branche. Barrierefreiheit, Multifunktionalität, Vernetzbarkeit und die Bedienung über das Internet bestimmen die Türen und Fenster der Zukunft. Das Produktprogramm bietet Komplettlösungen, die unterschiedliche Tür- und Fensterfunktionen in einem System verbinden und die Zukunftsvision „Smart Building“ zur Gegenwart machen. Entwickelt werden außergewöhnliche Lösungen im eigenen Technologiezentrum. In Deutschland verfügt das Unternehmen über 354 Patente und Patentanmeldungen, im Ausland sind es sogar 559. Mit innovativen Serviceleistungen verfolgt der Spezialist eine ganzheitliche Richtung und unterstützt alle bei der Entstehung eines Gebäudes Beteiligten individuell – Architekten, Fachplaner, Tür- und Fensterhersteller und das Handwerk. Für seine Innovationskraft wurde dem Unternehmen zum fünften Mal die Auszeichnung „Top 100“ verliehen. Den Architects Partner Award (APA) für herausragende Beratungs- und Vertriebskompetenz erhielt Geze zum vierten Mal.

Repräsentative Gebäude auf der ganzen Welt werden mit Geze Produkten ausgestattet. Zum Beispiel das neue Akropolis-Museum in Athen, das Mercedes Benz-Museum in Stuttgart, das Kulturzentrum Centro Niemeyer im spanischen Avilés oder das Shanghai Grand Theatre.

Global und lokal zugleich

Die Unternehmensgruppe ist mit fast 2.500 Beschäftigten und 31 Tochtergesellschaften – davon 27 im Ausland – in 110 Ländern vertreten. Das weltweite Vertriebs- und Servicenetz mit Spitzentechnik und kompetenter technischer Unterstützung gehört zu den wesentlichen Wachstumsfaktoren. Eine Tochtergesellschaft mit angegliederter Fertigungsstätte in China mit 450 Beschäftigten und eine weitere Fertigungsstätte in Serbien erfüllen die steigende Nachfrage auf den asiatischen und osteuropäischen Märkten. Beide festigen die Standorte hierzulande und schaffen freie Kapazitäten für die hochtechnologischen Produktbereiche. Als größter Arbeitgeber der Stadt Leonberg bekennt sich das Unternehmen zu seinem Stammsitz in Deutschland, in den laufend investiert wird – zuletzt in ein hoch modernes Distributionszentrum und weitere moderne Verwaltungsgebäude.

Generationenübergreifende Zusammenarbeit

Ein unabhängiges Familienunternehmen zu bleiben, gehört zu den Leitlinien. Wachstum aus eigener Kraft sowie die Unabhängigkeit von Dritten sichern seine Zukunft. Für diese Kontinuität steht die Geschäftsführende Gesellschafterin, Brigitte Vöster-Alber, seit 45 Jahren. Ihr Ehemann, Hermann Alber, steht ihr als Geschäftsführer Technik zur Seite. Drei der vier Kinder der Familie sind in verantwortlichen Positionen im Unternehmen tätig. Die zweitälteste Tochter wurde Ärztin.

Die Mitarbeiterförderung spiegelt sich seit Jahren in renommierten Auszeichnungen wider. Geze darf sich erneut über die Titel „Top Arbeitgeber Deutschland 2013“ und „Top Arbeitgeber Ingenieure 2013“ freuen und ist stolz, seinen Beschäftigten beste Zukunftschancen zu bieten.

Das Unternehmen begreift sich als Teil der Gesellschaft. Das soziale Engagement hat eine lange Tradition. Die Aktivitäten reichen von der finanziellen Unterstützung von medizinisch-sozialen, kulturellen und Bildungseinrichtungen bis zu spontanen Hilfsaktionen. Aus Anlass des Firmenjubiläums wurde die Anzahl der gemeinnützigen Projekte erhöht. Auf der Homepage www.geze.com wird über die aktuellen Wohltätigkeitsaktionen berichtet. Mit der Aktion „Spenden statt Schenken“ bittet Geze alle Kunden, Partner, Lieferanten und Beschäftigten des Unternehmens, anstelle von Jubiläumsgeschenken der Stuttgarter „Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V.“ eine Spende zukommen zu lassen. Am Ende des Jahres wird das Unternehmen die Spendensumme verdoppeln.

http://www.geze.com