Portraits
1. Oktober 2015

Sarah Maier mit innovativem Konzept in Stuttgart

Das Familienunternehmen, das bisher unter Ursula Maier firmierte, wurde 1910 in der Traubenstrasse im Stuttgarter Westen gegründet. Jetzt zieht das vielfach ausgezeichnete Einrichtungshaus von Markgröningen zurück in die Landeshauptstadt. Sarah Maier, die das Unternehmen in vierter Generation führt, sagt: „Es wurde Zeit.“

Industriehalle, Sheddach, Backstein. Das Quartier könnte spannender nicht sein: Aufbruchstimmung an jeder Ecke: Bosch baut genau gegenüber, das IW8 als hippes Künstlerdomizil befindet sich 200 Meter weiter. Stuttgart zeigt sich hier, im Feuerbacher Industriegebiet zwischen B10 und S-Bahnhof jung, anders, im Aufbruch. Mitten in diesem Treiben eröffnet die Unternehmerin ihr neues Einrichtungshaus. „Ich habe gewartet, bis mir der perfekte Ort begegnet“, sagt Maier, die im Hintergrund drei Jahre lang die Rückkehr in die große Stadt vorbereitet hat. „Stuttgarts Innenstadt ist teuer. Mir war klar, dass ich einen Ort finden wollte, der mir ermöglicht, meine sich langsam drehenden Waren großzügig zu präsentieren. Wir Einrichtungshäuser sind wichtige Institutionen für eine Stadt, doch wir werden verdrängt durch die bekannten Veränderungen im Einzelhandel.”

Mehr als ein Einrichtungshaus

Die 38-Jährige lebt Ihre Überzeugung, dass hochwertige Möbel angefasst und erlebt werden müssen. Für viel Durchlauf sorgt Sie mit einem neuartigen Konzept füriIhre Location: Tagsüber kann man im Showroom Café frühstücken und Mittagessen, nebenbei auf hochwertigen Stühlen sitzen und in Architekturpublikationen schmökern, abends wird die Halle genutzt für Firmenveranstaltungen und private Feierlichkeiten. Die Schreinerei, die ab dem 1. Februar 2016 direkt gegenüber einziehen wird, liefert noch weitere Programmpunkte.

„Ich will eine richtige Stadt-Schreinerei anbieten: Eltern können am Wochenende mit ihren Kindern und einem unserer Meister zusammen ihren eigenen Esstisch bauen, Firmen konstruieren als teambildende Maßnahme ihre Thinktanks an unseren Hobelbänken, unsere Showküche ist offen für Kochseminare, Rohkostschulungen, Geburtstagsfeiern“, erläutert Maier ihr Konzept. „Dem langsamen Verlust unserer Gesellschaft für handwerkliche Produkte soll dies einen schönen Kontrapunkt entgegensetzen. Wer weiß eigentlich, was Furnier ist?“

Transparente Werkstatt mitten in der Werk-Stadt

Sarah Maier ist schon lange bekannt für ihre internationale Möbelserie aus Echtholzfurnier. Die „Sarah Maier collection“ gewinnt immer wieder Preise für ihre Designs, die stets hohen Nutzen und hochwertige Verarbeitung kombinieren. Bekannt wurde die Marke durch den Laptop Tower. Hinzu kamen seither Produkte wie die Messerblocks, die einen unsichtbaren Magneten in sich tragen, das Highboard HB1, das alle Kabel für Drucker und Telefone aufnimmt. Neu hinzugekommen ist das Welcomeboard, ein kleines feines Möbel, das in jeden Flur passt und die Stauraumprobleme dieses Ortes charmant löst.

Nachfolge jetzt auch im Firmennamen

Kennern der Szene ist die Firma Ursula Maier Werkstätten GmbH mit ihren Nebenfirmen schon lange ein Begriff. Mit der Rückkehr nach Stuttgart firmiert die komplette Unternehmung um auf den Namen der vierten Generation. Unter dem Überbegriff „innen:aussergewöhnlich“ firmieren ab dem 4. Oktober die Firmen „Sarah Maier Handgewerke GmbH“, „Sarah Maier Möbel GmbH&CO KG“ und „Sarah Maier Collection GmbH&CO KG“. „Dieser Schritt war jetzt einfach dran“, sagt die Nachfolgerin, die die Firma unter dem Namen ihrer Mutter Ursula zu einer echten Marke ausgebaut hat. „Meine Mutter ist zwar noch tätig und betreut ihre Kunden, doch wir sind einfach sehr offensichtlich seit einiger Zeit in meiner Generation angekommen”, erläutert Sarah Maier.

„Handgewerke“, eine untypische Bezeichnung, steht dafür, dass die Firma Handwerk anbietet: das eigene aus der 105 Jahre alten Schreinerei kombiniert mit allen Gewerken des Innenausbaus. Kunden können ihren kompletten Umbau über den Komplettlöser Sarah Maier Handgewerke „zeiteffizient, kosteneffizient und hochkarätig umsetzen lassen“, verspricht die Unternehmerin. „Dieser Geschäftszweig ist für uns zunehmend wichtig geworden, denn viele unserer Kunden schätzen es, für ihren Umbau nur einen Ansprechpartner zu haben.”

Eröffnung in Stuttgart am 4. Oktober

Am 4. Oktober wird das Who is Who der Branche in der Siemensstraße 100 in Stuttgart-Feuerbach zusammen kommen und sich die neue Location von Sarah Maier anschauen. Es wird italienisch gefrühstückt, an langen Echtholzbierbänken gesessen, das neue Ambiente begutachtet und die zahlreichen Neuigkeiten studiert. Premiere feiern zum Beispiel die fünfeckige Kücheninsel KI2 aus Indisch Apfel und schneeweißem Silestone, sowie das Über-Eck-Badezimmer im Einpersonen-Apartment und das Welcomeboard.

www.sarahmaier.de